Wirtschafts-Hammer! Völlig überraschend gibt es einen Hoffnungsschimmer für die deutsche Konjunktur. Doch es gibt einen Haken.
Ein Funken HoffnungZEW-Index steigt unerwartet – Hoffnung auf sinkende Energiepreise

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Containerumschlag im Hamburger Hafen. (Archivbild)
Ein echter Hammer für die deutsche Wirtschaft! Nach Monaten voller Sorgen gibt es einen plötzlichen Hoffnungsschimmer, der auch für die Leute in Köln und der Region eine große Bedeutung haben könnte.
Die Zukunftsaussichten der Finanzprofis für die Konjunktur sind im Juni völlig überraschend nach oben geschossen. Der Stimmungsindex des ZEW-Forschungsinstituts machte einen gewaltigen Satz um 20,7 Zähler im Vergleich zum Vormonat und landete bei einem Wert von plus 10,5 Punkten. Damit hatte wirklich niemand gerechnet: Wirtschaftsexperten hatten durchschnittlich nur eine minimale Verbesserung auf einen Wert von minus 5,5 Punkten prognostiziert.
Der Konflikt mit dem Iran hatte den Index in der jüngsten Vergangenheit schwer belastet. Um das einzuordnen: Noch im Februar beliefen sich die Erwartungen für die Konjunktur auf einen Stand von plus 58,3 Zählern.
Ende des Iran-Konflikts als Hoffnungsträger?
Aber woher rührt dieser plötzliche Optimismus? „Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert“, erläutert ZEW-Präsident Achim Wambach. Dies könnte eine ganze Welle positiver Effekte nach sich ziehen. Ein Nachlassen des gewaltigen Drucks bei den Energiekosten und der Teuerungsrate würde eine enorme Entlastung bedeuten. Hiervon würden nicht nur energiehungrige Industriezweige, sondern auch die privaten Geldbeutel direkt profitieren.
Die Gegenwart sieht leider anders aus
Trotzdem gibt es einen gewaltigen Haken: Die Beurteilung der momentanen wirtschaftlichen Verfassung ist sogar noch düsterer geworden. Der zugehörige Wert ist um 3,2 Zähler auf einen Stand von minus 81,0 Punkten gefallen. Das trübt die aufkeimende Freude deutlich.
Felicitas Henze, eine Ökonomin bei Deutsche Bank Research, schätzt die Lage ein: „Die Konjunkturerwartungen der befragten Analysten liegen mit 10,5 Punkten erstmals seit drei Monaten wieder im positiven Bereich, getrieben von der Hoffnung auf eine Beilegung des Konflikts am Persischen Golf.“ Die Expertin benennt aber auch den Wermutstropfen, nämlich die abermals schlechtere Einschätzung der Situation. Ihr Resümee lautet: „Auch wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten wie erwartet positiv entwickeln sollte, wird es doch einige Zeit brauchen, bis die Gegenwinde für die deutsche Konjunktur abflauen.“ (dpa/red)
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