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Wer wirklich kassierteExperten-Bilanz zum Tankrabatt: Millionen kamen nicht an

Tankstelle

Copyright: Jason Tschepljakow/dpa

Der Tankrabatt kam zu großen Teilen bei den Verbrauchern an, sagt die Monopolkommission. (Archivbild)

Der Tankrabatt sollte Autofahrer entlasten, doch Millionen versickerten. Eine Analyse zeigt, wer sich bereichert hat.

Entlastung an der Zapfsäule? Von wegen! Ein Batzen Geld vom Tankrabatt ist nie bei den Autofahrern gelandet. Eine neue, knallharte Analyse deckt auf, wo die Millionen versickert sind und wer sich die Taschen vollgemacht hat.

Kurz bevor die Maßnahme in zwei Wochen endet, kommt die ernüchternde Abrechnung. Laut der Monopolkommission ist die Vergünstigung „zu einem großen Teil, aber nicht vollständig“ bei den Menschen an der Zapfsäule angekommen. Das Expertengremium, das die Bundesregierung berät, geht davon aus, dass pro Liter Kraftstoff lediglich 15 bis 16 Cent von der 16,7-Cent-Steuerentlastung durchgereicht wurden. Unterm Strich heißt das: Zwischen 100 und 200 Millionen Euro aus dem 1,6-Milliarden-Euro-Topf haben die Autofahrer nie gesehen.

Weniger Entlastung für Dieselfahrer

Um das herauszufinden, haben die Fachleute die Kraftstoffpreise hierzulande mit denen in Frankreich gegenübergestellt. Das Ergebnis: Gerade Dieselfahrer bekamen von der Entlastung weniger ab. In vier der sechs analysierten Wochen lag die Preissenkung durch den Rabatt bei nur 14 oder 15 Cent je Liter – und damit deutlich unter dem eigentlichen Steuervorteil von 16,7 Cent.

Für die Benzinsorten Super E5 und E10 sah die Lage etwas freundlicher aus. Mit Ausnahme der ersten zwei Wochen wurde hier ein größerer Teil des Vorteils durchgereicht. Ein kurzer Lichtblick Ende Mai: Da betrug die Ersparnis für eine Woche sogar 19 Cent pro Liter und lag damit klar über dem Steuernachlass. Doch diese Freude war nur von kurzer Dauer, denn zuletzt fiel der Wert wieder.

Riesen-Gefälle: Im Süden kam am wenigsten an

Was besonders ins Auge sticht, sind die gewaltigen regionalen Unterschiede. Wo man in Deutschland sein Auto betankte, hatte einen großen Einfluss darauf, wie viel vom Rabatt wirklich ankam.

Am besten schnitt der Nordwesten ab: Hier war die Preissenkung mit 16,7 bis 17,3 Cent am größten. Auch im Osten kam mit 16 bis 16,4 Cent fast der komplette Betrag an. Ganz anders die Situation im Süden: Dort klaffte mit nur 13,3 bis 14,9 Cent pro Liter eine erhebliche Lücke bei der Entlastung.

Experten: Problem liegt nicht bei der Tankstelle

Aber wer ist schuld an der Misere? Die Fachleute haben einen klaren Verdacht, und der ist ein echter Hammer: Es liegt offenbar nicht an der Tankstelle an der nächsten Ecke. In der Analyse steht: „Diese Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass der unvollständige und regional unterschiedliche Preiseffekt des Tankrabatts kein Phänomen der Tankstellenebene ist, sondern ein Symptom unzureichenden Wettbewerbs auf der vorgelagerten Marktstufe“.

Im Klartext bedeutet das: Wie viel vom Steuervorteil bei den Autofahrern ankommt, wird „maßgeblich“ von den Raffinerien und dem Großhandel bestimmt. Die Untersuchung kommt zum Schluss: „Die Befunde sprechen folglich für ein strukturelles Wettbewerbsproblem auf dieser Ebene.“

Aus diesem Grund befürwortet die Monopolkommission auch das Ende des Tankrabatts zum Monatsende. Die Aktion sei nicht nur kostspielig, sondern begünstige vor allem Fahrer von spritdurstigen Autos und jene, die sehr viel unterwegs sind. Außerdem untergrabe die Maßnahme den Anreiz, wegen der hohen Preise Kraftstoff zu sparen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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