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KI für die SteuerWas die neue Technik kann und wo die großen Gefahren lauern

Das KI-Tool ChatGPT auf einem Laptop

Copyright: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn

Kann einiges, aber vieles auch nicht: Wer KI wie ChatGPT zur Unterstützung bei der Steuererklärung einsetzt, sollte immer besser sorgsam prüfen, ob deren Informationen auch stimmen.

Steuererklärung mit KI: Genialer Helfer oder teure Falle?

Die Steuererklärung? Für die meisten ein echter Albtraum. Belege wälzen, Formulare ausfüllen, Fachchinesisch entziffern. Das raubt einem den letzten Nerv und frisst ohne Ende Zeit.

Doch jetzt locken digitale Helfer wie Künstliche Intelligenz (KI). Ein persönlicher Steuer-Assistent, quasi. Klingt super, oder? Aber Vorsicht: Das kann auch mächtig in die Hose gehen. Wir zeigen euch, wo die KI wirklich was draufhat – und wo die teuren Fallen lauern.

Hier kann die KI bei der Steuer wirklich punkten

Bei den typischen Fragen, die jedes Jahr auftauchen, ist eine KI eine echt praktische Hilfe. Du blickst nicht durch bei Begriffen wie «Werbungskosten», «außergewöhnlichen Belastungen» oder «haushaltsnahen Dienstleistungen»? Kein Problem, die gängigen KI-Tools übersetzen dir das Beamtendeutsch sofort in klare Worte.

„Gerade für Einsteiger kann KI eine gute erste Orientierung bieten“, bestätigt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Denn oft sind es nicht die Zahlen, die einen zur Verzweiflung bringen, sondern die verklausulierte Sprache der Behörden. Steuerberater Prof. Rainer Bräutigam von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach sieht das ähnlich: Die vielen Zeilen machen die Formulare „extrem unhandlich und schwer verständlich“. Sein Tipp: „Hier kann KI konkret gefragt werden, welche Tatbestände in welche Zeile gehören.“

Die KI kann dir auch zeigen, wo du Geld sparen kannst. Viele Leute wissen gar nicht, was sie alles absetzen können. Fragt die KI doch einfach mal, was ein Angestellter so alles geltend machen darf. So stößt man oft auf Posten wie Fahrtkosten, Weiterbildungen oder Arbeitsmaterialien. Wer zum Beispiel ständig Zeug auf Online-Marktplätzen verkauft, kriegt vielleicht den Tipp, dass diese Einnahmen auch in die Steuererklärung müssen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die KI sorgt für Ordnung im Zettelchaos. Mit der richtigen Anweisung spucken viele Programme Checklisten aus. Darauf stehen dann alle Dokumente, die du brauchst – von der Lohnsteuerbescheinigung über Belege für Spenden und Handwerker bis zur Abrechnung der Nebenkosten. So hast du alles Wichtige rechtzeitig beisammen.

Vorsicht, Falle! Das kann die KI (noch) nicht

Eine KI klingt immer so, als wüsste sie alles. Aber genau da liegt die Gefahr. „Das Problem ist, dass KI nicht immer richtig liegt“, warnt Prof. Martin Jacob von der IESE Business School. Eine neue Untersuchung von ihm hat gezeigt: Bei der Frage, ob man Ausgaben absetzen kann, ist die KI unzuverlässig.

Seid also wachsam! Blindes Vertrauen kann gefährlich werden, denn für Fehler haftet nicht die Maschine. „KI wird nicht für eine falsche Rechtsberatung haften“, stellt Jacob klar. Am Ende seid immer ihr es, die für falsche Angaben den Kopf hinhalten.

Ein gigantisches Risiko ist auch der Datenschutz. Eure Steuerdaten sind mit das Sensibelste, was es über euch gibt. Gebt deshalb niemals eure Steuer-ID oder Kontonummer in eine KI ein! Komplette Steuerunterlagen zum Analysieren hochzuladen, ist ein absolutes Tabu. Die Gefahr ist einfach zu riesig, dass die Daten geklaut werden und bei den falschen Leuten landen.

Wenn ihr euren Steuerbescheid checken lassen wollt, ladet auf keinen Fall das ganze Dokument hoch. Besser ist: Ihr kopiert nur die Passagen, die ihr nicht versteht, und füttert die KI damit Stück für Stück.

Finanzamt rüstet ebenfalls mit KI auf

Eines muss auch klar sein: Eine KI kann niemals einen echten Profi ersetzen. Besonders bei kniffligen Fällen wie Vermietung, Selbstständigkeit oder Einkommen aus dem Ausland. Da solltet ihr euch weiterhin an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein wenden.

Und jetzt kommt der Hammer – der „Wie bitte?!“-Moment: „Man darf auch nicht vergessen, dass die Steuerbehörden auch KI zu Erkennung von Falschangaben einsetzen, beziehungsweise vermehrt nutzen werden“, verrät Prof. Martin Jacob. Das bedeutet: Das Risiko, mit falschen Tipps von der KI erwischt zu werden, wird in den nächsten Jahren immer größer. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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