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Bau-Experten packen ausWo Sie Tausende sparen und welche Fehler Sie vermeiden sollten

Bau eines Einfamilienhauses

Copyright: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

«Lage, Lage, Lage»: Auch wenn der Satz in der Immobilienwelt quasi Kultstatus hat - manchmal kann es zugunsten niedrigerer Kosten sinnvoll sein, hier ein paar Abstriche hinzunehmen.

Traum vom Haus? So sparen Sie beim Bauen richtig Geld.

Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden zerplatzt oft, sobald die Zahlen auf dem Tisch liegen. Dann kommt die große Sorge: Lässt sich beim Bauen überhaupt Geld sparen, ohne dass es am Ende Murks wird? Experten sagen: Absolut, und zwar richtig viel. Man muss nur die richtigen Stellschrauben kennen.

Zwei Profis, Andreas May, Architekt und Vorstand des Bauherren-Schutzbundes, und der Bausachverständige Peter Reinwald vom Verband Privater Bauherren, zeigen, wie ihr euren Geldbeutel entlastet – und welche Sparmaßnahmen sich später bitter rächen können.

Die größten Kostenfresser: Grundstück und Wohnfläche

Zuerst solltet ihr die dicksten Brocken auf der Rechnung ins Visier nehmen: das Bauland und die Hausgröße. „Ganz wichtig ist die Lage“, stellt Andreas May klar. Es kann sich finanziell lohnen, abseits der teuren Hotspots zu bauen. May gibt aber zu bedenken: „Wobei man bedenken muss, dass sich die Kosten dann möglicherweise in die eigene Mobilität verlagern“.

Direkt nach dem Standort ist die geplante Dimension des Hauses ein riesiger Hebel. „Vor 30 Jahren waren die einzelnen Zimmer noch deutlich kleiner als heute“, erläutert der Fachmann. „Aber jeden Quadratmeter, den ich baue, muss ich natürlich auch bezahlen. Das verlieren die Leute oft aus dem Blick.“ Eine sorgfältige Vorbereitung ist deshalb Gold wert.

Frühzeitige Planung ist das A und O

Das unterstreicht auch Peter Reinwald: „Eine frühzeitige Planung ist das A und O“. Er warnt davor, einfach den erstbesten Standard-Entwurf zu nehmen. „Das Haus muss auch auf das Grundstück passen“, mahnt Reinwald. „Bevor ich anfange, den Wohnraum zu planen, sollten alle nötigen Gründungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten bekannt sein.“

Mit einem durchdachten Konzept könnt ihr den Grundriss genau auf eure Wünsche zuschneiden und Zimmer clever doppelt nutzen. „Auch das hilft dabei, Fläche zu sparen, ohne auf Lebens- und Wohnqualität zu verzichten“, bestätigt Andreas May. Ein weiterer Pluspunkt: Wer früh startet, kann entspannt mehrere Angebote checken und das beste auswählen.

Wie bitte?! Ohne Keller bis zu 100.000 Euro sparen

Der größte Spar-Hebel ist der Keller. Mit einem Preis von 80.000 bis 100.000 Euro ist er laut Andreas May oft der teuerste Einzelposten am ganzen Haus. Wer Bauland für unter 1.800 Euro pro Quadratmeter findet, kann die Technikräume ins Erdgeschoss auslagern und komplett auf den Keller verzichten. Das rechnet sich fast immer.

Auch ein Balkon hat enormes Sparpotenzial. „Es ist ein schickes Bauteil, wird aber nur sehr wenig genutzt“, so May. Wenn es nicht die einzige Chance ist, an die frische Luft zu kommen, ist er laut Experte „eher Dekoration und dafür oft zu teuer.“ Bei den Fenstern rät Peter Reinwald, Standardmaße statt Sonderformen zu nehmen. Denn: Übergroße Hebe- und Schiebetüren sind technisch komplexer und kosten ein Vielfaches.

Teure Moden: Riesen-Fliesen und Smarthome-Kram

Was gerade modern ist, treibt die Kosten oft in die Höhe. Beispiel: XXL-Fliesen. Ab einer Kantenlänge von 60 Zentimetern explodieren nicht nur die Materialpreise. „Auch das Verlegen wird dann unverhältnismäßig teurer, weil mindestens zwei Personen und sehr viel mehr Genauigkeit gefordert ist“, erklärt Andreas May.

Ähnlich teuer ist übertriebener Technik-Schnickschnack. Die neuesten Smarthome-Gadgets sind oft überflüssig, meint May. „Sie müssen im Urlaub nicht zwingend kontrollieren können, ob das Badlicht ausgeschaltet ist. Das sind eher technische Spielereien.“

Achtung, Kostenfalle! Hier solltet ihr nicht knausern

Wer an der falschen Stelle geizt, erlebt oft eine böse Überraschung. Das gilt für alles, was sich später nicht mehr korrigieren lässt – ein Keller kann nicht nachträglich unter das Haus geschoben werden. Eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Wünsche ist daher Pflicht.

Peter Reinwald macht klar: Wer die Baukosten zu extrem senkt und zum Beispiel beim Schallschutz spart, riskiert Einbußen beim Komfort und drückt den Wiederverkaufswert. May empfiehlt zudem, vorauszudenken und Leerrohre für eine spätere E-Ladesäule oder eine Photovoltaikanlage gleich mit einzuplanen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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