Das Ende einer Ära: Die MMS wird endgültig abgeschaltet.
Dieser Dienst ist GeschichteTelekom, o2 und 1&1 schalten den teuren MMS-Dienst Ende Juni ab

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MMS-Dämmerung mangels Nachfrage: Vodafone hat den Dienst bereits abgeschaltet, am 30. Juni ziehen auch Telekom, Telefónica (o2) und 1&1 den Stecker.
Erinnert sich noch jemand an die MMS? Das war eine SMS, die ein Bild in mieser Auflösung dabeihatte. Wer den Multimedia Messaging Service (MMS) heute noch kennt, verbindet ihn wohl mit genau solchen Erlebnissen. Doch diese Ära ist jetzt endgültig vorbei.
Im täglichen Leben konnte sich die MMS nie wirklich etablieren und war technologisch blitzschnell überholt. Schon lange haben E-Mails, diverse Messenger-Dienste oder der Nachfolger-Standard RCS diese Lücke gefüllt.
Telekom, o2 und 1&1 beenden den MMS-Dienst
Aus diesem Grund ziehen die Telekom, Telefónica (o2) sowie 1&1 nun den Stecker: Zum 30. Juni ist Feierabend, wie die Konzerne auf ihren Support-Webseiten mitteilen. Vodafone war da sogar noch früher dran und hat den MMS-Service schon im Januar 2023 beendet.
Als Ersatz empfehlen die Provider moderne Dienste wie RCS-Chats für den Versand von Nachrichten mit Bildern, Clips oder größeren Anhängen. Für reinen Text steht selbstverständlich auch weiterhin die altbekannte SMS zur Verfügung.
39 Cent pro MMS – ein teurer Spaß von gestern
Dass die MMS niemals ein Hit für die breite Masse wurde, lag hauptsächlich an den Kosten. Abhängig vom Netz und Provider kostete jede versendete Nachricht happige 39 bis 79 Cent. Ein Fakt, der heute für ungläubiges Kopfschütteln sorgt.
Auch aus technischer Sicht ist die MMS komplett überholt. Angehängte Bilder oder Tondateien waren auf eine winzige Größe von nur 0,3 Megabyte (MB) beschränkt.
Damit ist sie längst nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber Messenger-Anwendungen wie Signal, Threema oder WhatsApp. Mit diesen Apps könnt ihr ganz einfach und ohne Zusatzgebühren Bilder, Videos oder auch Sprachmemos von etlichen MB oder sogar Gigabyte (GB) versenden.
RCS als moderner Nachfolger: Günstig und leistungsstark
All diese Möglichkeiten bieten mittlerweile auch die RCS-Chats in Messaging-Apps wie iMessage oder Google Messages. Dazu gehören auch Sende- und Lesebestätigungen sowie die Anzeige, wenn jemand gerade tippt.
Eine RCS-Mitteilung hat im Prinzip die gleichen Kosten wie eine SMS. Weil eine Flatrate für SMS bei den meisten Handytarifen Standard ist, fallen unterm Strich also keine Zusatzkosten an. Eingefügte Bilder und Clips belasten, ähnlich wie bei Messengern, höchstens euer monatliches Datenkontingent, falls ihr nicht mit einem WLAN-Netzwerk verbunden seid. (dpa/red)
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