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Kunden weg, Kasse vollVodafone verliert Zehntausende, doch der Umsatz steigt an

Vodafone-Messestand bei der Mobilfunk-Messe MWC

Copyright: Wolf von Dewitz/dpa

Der hat gut lachen: Ein Besucher der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona geht im März am Vodafone-Messestand vorbei, an dem ein überdimensionales Retro-Handy als Attrappe aufgebaut ist.

Kunden-Flucht bei Vodafone, doch die Kasse klingelt.

Hiobsbotschaft für Vodafone: Dem Telekom-Riesen mit Sitz in Düsseldorf laufen die Kundinnen und Kunden in Scharen davon. Allein im ersten Quartal des Jahres 2026 verlor das Unternehmen 90.000 Festnetz-Internetkunden, die Gesamtzahl sank auf rund 9,9 Millionen. Das ist ein stärkerer Rückgang als in den vier Quartalen davor.

Und auch im Mobilfunk sieht es düster aus. Bei der Hauptmarke Vodafone sowie den Zweitmarken SIMon und Otelo kehrten im selben Zeitraum 77.000 Vertragskunden dem Anbieter den Rücken. Die Gesamtzahl liegt nun bei rund 28,8 Millionen. Nachdem die Zahlen zuvor stagnierten, geht es nun deutlich bergab.

Trotz Kunden-Flucht: Vodafone macht mehr Umsatz

Doch mitten in dieser wenig erfreulichen Entwicklung gibt es eine faustdicke Überraschung: Der Service-Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 1,3 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor musste Vodafone hier noch ein sattes Minus von 6 Prozent verbuchen.

Vodafone verliert Vertragskunden

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot sieht seine Firma auf dem richtigen Weg.

Wie kann das sein? Einerseits hielt sich Vodafone aus dem harten Preiskampf am Markt zurück und strich Werberabatte. Die Preise für Neukunden stiegen dadurch im Schnitt. „Wir setzen nicht auf Neukunden um jeden Preis“, erklärte Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot die Strategie.

Konkurrent 1&1 spült Geld in die Vodafone-Kassen

Andererseits klingelt die Kasse durch Mieteinnahmen lauter. Vodafone öffnet sein Netz für andere Firmen, die dafür zahlen. Allen voran der Konkurrent 1&1, der satte zwölf Millionen Handykunden vom O2-Netz auf das von Vodafone umzog. Wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, funken die Kunden nun über die Sendemasten von Vodafone. Zudem zog das lange schwächelnde Geschäft mit Firmenkunden wieder an.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26, das Ende März endete, zeichnet sich jedoch ein gemischtes Bild. Der operative Gewinn (EbitdaAL) lag mit rund 4,2 Milliarden Euro um 3,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Service-Umsatz sank leicht um 0,2 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, was vor allem an einem schwachen Start ins Geschäftsjahr lag.

Mit Blick auf das starke letzte Quartal sagte Manager de Groot: „Wir setzen unser moderates Umsatzwachstum im sehr angespannten Marktumfeld fort.“ Man werde weiter in die Netze und den Kundenservice investieren. Vodafone Deutschland beschäftigt bundesweit gut 13.000 Menschen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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