Der Iran-Krieg treibt in Deutschland die Energiepreise in die Höhe. Konfrontiert mit hiesigen Sorgen wurde ein US-Journalist im ZDF-„Morgenmagazin“ am Mittwoch deutlich.
Spritpreis-FrageZDF-Gast reagiert barsch: „Entschuldigung, man kann sich ein bisschen freuen“
Aktualisiert
Wie empfindlich trifft der Angriff Israels und der USA auf den Iran die deutsche Wirtschaft und die deutschen Verbraucher?
In der Rubrik „Presseschau“ sprach ZDF-„Morgenmagazin“-Moderatorin Mirjam Meinhardt ihren Gast Erik Kirschbaum auch auf aktuelle Schlagzeilen wie die der „Welt“ an. Dort ist zu einem Kriegsfoto von einem drohenden Preis-Anstieg bei Super-Benzin auf über zwei Euro zu lesen. „Der Tagesspiegel“ titelt: „Droht der Wirtschaft der nächste Schock?“
US-Journalist im ZDF-Morgenmagazin: „Größere Probleme auf der Welt“
Kirschbaum, Journalist bei der „L.A. Times“, reagierte barsch: „Entschuldigung, wir haben gerade eine Diktatur abgeschafft! Da kann man sich ein bisschen freuen ein paar Tage, oder?“ Er könne zwar verstehen, „dass die Deutschen sofort Angst vor dem Benzinpreis haben“. Aber es gebe, so Kirschbaum weiter, doch „größere Probleme auf der Welt“. Sobald der Krieg vorbei und die Straße von Hormus wieder befahrbar sei, gehe der Preis auch wieder herunter: „Es ist gar keine Panik notwendig.“
Moderatorin Meinhardt hakte ein, ob das iranische Mullah-Regime in den Augen ihres Gastes denn wirklich schon gefallen sei. Kirschbaum versicherte, man sei auf einem guten Weg: „Der Anfang von diesem Krieg war spektakulär gut.“ Er jedenfalls freue sich, „dass die Diktatur jetzt weg ist“. Ausgerechnet die Deutschen mit ihrer diktatorischen Vergangenheit könnten das doch auch tun: „Ich würde denken, man könnte sich ein bisschen mehr freuen hier in Deutschland.“
Die ZDF-Moderatorin beendete das Gespräch skeptisch: „Sie sagen, die Diktatur ist weg. Wir schauen mal, wie sich das entwickelt.“
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