Harte Entscheidung in Oslo! Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit muss weiter hinter Gittern bleiben. Das Gericht zeigte keine Gnade.
„Die Isolation schadet mir“Mette-Marit scheitert mit Fußfessel-Plan – Marius muss im Knast bleiben

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Marius Borg Høiby bleibt hinter schwedischen Gardinen. (Archivbild)
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Ein Gericht in Oslo fällte am Mittwochmorgen eine knallharte Entscheidung. Der Antrag auf Entlassung in den Hausarrest mit elektronischer Überwachung wurde für Marius Borg Høiby (29) abgelehnt. Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit muss deshalb bis zum Urteil Anfang Juni weiter in seiner Zelle ausharren.
Dramatische Worte im Gerichtssaal
Bei der einstündigen Anhörung, die um 10.04 Uhr startete, schilderte der Angeklagte eindrücklich seine Lage in der Justizvollzugsanstalt Oslo. Er sei in Einzelhaft, leide unter fehlenden sozialen Kontakten und beklagte schwere körperliche und seelische Folgen:
„Ich merke, wie mir die Isolation schadet. Ich habe große Probleme mit dem Schlaf und dem Appetit. Tagsüber habe ich Probleme mit meinem Gedächtnis.“

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Marius Borg Høiby neben seinem Stiefvater Kronprinz Haakon. (Archivbild)
Høiby versicherte, jede Auflage zu akzeptieren, um die Zelle verlassen zu können. Ein Gutachten bescheinigte ihm bereits die Eignung für eine Fußfessel – und auch seine Familie ebnete den Weg: Kronprinz Haakon und Mette-Marit stellten ihm ein Haus auf dem Skaugum-Anwesen zur Verfügung und schlossen sogar einen Mietvertrag mit ihm ab, um die rechtliche Voraussetzung für den Hausarrest zu schaffen.
Sorge um die chronisch kranke Mutter
Ein entscheidendes Argument der Verteidigung war der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit, die zuletzt mit einem Sauerstoffgerät (einer sogenannten Nasenbrille) gesichtet wurde. Wegen ihrer Lungenfibrose seien Besuche in dem alten, schimmeligen Gefängnis für sie eine Zumutung. Eine Verlegung nach Hause hätte laut Høiby den für ihn so wichtigen Kontakt zur Familie wiederhergestellt.
Trotz der persönlichen Schilderungen folgte Richter Hans Nikolai Førde der Argumentation der Staatsanwaltschaft. Um 11.33 Uhr verkündete er die Entscheidung, die Freilassung abzulehnen.
Zusätzlich äußerten die Anwälte der Nebenklage Bedenken. Sie fürchten, Høiby könnte von daheim aus via Internet oder mit Smartphones erneut eine Verbindung zu den Opfern suchen. Dementsprechend bleibt Marius Borg Høiby hinter schwedischen Gardinen. (jag)
