Beim US-Staatsbesuch der britischen Royals hat sich Präsident Donald Trump wohl eine scherzhafte Frage geleistet.
US-Staatsbesuch der RoyalsLippenleserin enthüllt: Trump stellt König freche Frage

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Was plaudern die da? US-Präsident Donald Trump und der britische König Charles III. beim Staatsbankett im East Room des Weißen Hauses in Washington, D.C. am Dienstagabend.
Beim Staatsdinner im Weißen Haus am Dienstagabend soll sich zwischen Präsident Donald Trump (79) und König Charles III. (77) ein bemerkenswerter Dialog abgespielt haben – festgehalten von Kameras – und nun von einer Expertin enthüllt.
Nicola Hickling, eine professionelle Lippenleserin, schildert gegenüber der britischen Zeitung „The Sun“ ihre Analyse.
„Sind Sie betrunken?“
Trump näherte sich dem König nach dessen Toast und sagte zunächst anerkennend: „Großartige Leistung.“ Als Charles ihn daraufhin fragte: „Wo ist Ihr Getränk?“, antwortete Trump witzelnd: „Es hat sich nicht bewegt.“
Was dann folgte, sorgt für Schmunzeln – auf beiden Seiten: Trump soll den König gefragt haben: „Sind Sie betrunken?“ Charles' angebliche Antwort: „Absolut“. Dann fügte er hinzu, dass die Gastfreundschaft „wirklich herausragend“ und Trump „wunderbar“ gewesen sei. Beide Männer hielten während des Gesprächs lächelnd Sektgläser in der Hand.
Die Lippenleserin beschreibt die Atmosphäre zwischen den beiden als deutlich entspannter und ungezwungener als bei offiziellen Anlässen üblich. Charles habe „verspielt“ gewirkt, Trump habe das Lob sichtlich genossen und die Stimmung war sehr locker. Als Trump dem König die Hand auf die Schulter legte, deutete Hickling das als Versuch, Wärme und Vertrautheit auszustrahlen: „Der Austausch spiegelt einen Wandel von formeller Diplomatie hin zu einer eher performativen, gesellschaftlichen Dynamik vor dem Publikum wider.“
König Charles sorgte mit Rede für Lacher im Saal
Zuvor hatte Charles beim Staatsdinnerempfang im East Room des Weißen Hauses mit seiner Rede für einige Lacher gesorgt. Er spielte auf Trumps umstrittene Pläne an, den Ostflügel des Weißen Hauses in einen pompösen Ballsaal umzubauen – und bemerkte trocken: „Es tut mir leid zu sagen, dass wir Briten 1814 natürlich unseren eigenen kleinen Versuch einer Immobilien-Umgestaltung des Weißen Hauses unternommen haben.“
Auf Trumps Aussage, Europa würde ohne die USA heute Deutsch sprechen, konterte der König schlagfertig: „Wenn es uns nicht gäbe, würden Sie Französisch sprechen.“ Damit bezog er sich auf den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775–1783): Die amerikanischen Kolonisten kämpften gegen die britische Kolonialmacht. Frankreich unterstützte die amerikanischen Revolutionäre massiv – mit Geld, Waffen, Soldaten und vor allem der Flotte. Ohne Frankreich hätten die USA den Unabhängigkeitskrieg wahrscheinlich verloren.
„Beträchtliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party“
Charles sprach auch über Trumps bekannte Vorliebe für Coca-Cola und scherzte, sein Besuch sei „eine beträchtliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party“. Die Boston Tea Party richtete sich 1773 direkt gegen Großbritannien: Amerikanische Kolonisten warfe in Boston als Protestakt gegen die britische Steuerpolitik (vor allem die Teesteuer) ganze Schiffsladungen britischen Tee in den Hafen.
Als persönliches Geschenk überreichte Charles dem Präsidenten die Originalschiffsglocke des britischen U-Boots HMS Trump, das 1944 während des Zweiten Weltkriegs vom Stapel gelassen wurde, und sagte dabei: „Herr Präsident, es ist mir eine Freude, Ihnen als persönliches Geschenk die Originalglocke zu überreichen, die am Turm Ihres tapferen Namensvetters hing.“ Trump blickte auf die Glocke, dann – mit hochgezogenen Augenbrauen – zu seiner Frau Melania.
In seiner eigenen Rede lobte Trump den König überschwänglich und sagte augenzwinkernd: „Ich möchte Charles zu seiner fantastischen Rede vor dem Kongress gratulieren. Er hat es sogar geschafft, dass die Demokraten aufgestanden sind. Das ist mir noch nie gelungen.“ (mg)
