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Er liebte eine Deutsche Kino-Gigant Melvin Van Peebles mit 89 Jahren gestorben

Am 21. September starb der afroamerkanische Filmemacher Melvin van Peebles. Auf unserem Foto sieht man den Film-Giaganten 2008 bei der Verleihung der 18. Gotham Independent Film Awards in New York.

Der afroamerkanische Filmemacher Melvin van Peebles ist am 21. September 2021 gestorben. Auf unserem Foto sieht man den Film-Giaganten 2008 bei der Verleihung der 18. Gotham Independent Film Awards in New York.

Mit Filmen wie „Ein Mann sieht schwarz“ (1970) und „Sweet Sweetbacks Lied“ (1971) prägte Melvin Van Peebles eine ganze Generation. Nun ist der afroamerkanische Filmemacher im Alter von 89 Jahren gestorben.

New York. Er galt als der „Godfather of Black Cinema“: Melvin Van Peebles, der das moderne afroamerikanische Kino wie kein anderer prägte, ist tot. Er starb am Dienstag in seinem Haus in Manhattan. Das gaben seine Familie, das Unternehmen The Criterion Collection und die Filmvertriebsfirma Janus Films in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Van Peebles wurde 89 Jahre alt.

Mitbegründer des Blaxploitation-Genres im Alter von 89 Jahren gestorben

„In einer beispiellosen Karriere, die sich durch unermüdliche Innovation, grenzenlose Neugier und spirituelles Einfühlungsvermögen auszeichnete, hat Melvin Van Peebles mit seinen Filmen, Romanen, Theaterstücken und seiner Musik einen unauslöschlichen Stempel in der internationalen Kulturlandschaft hinterlassen“, heißt es in dem Statement, welches unter anderem auf Twitter veröffentlicht wurde. „Sein Werk ist nach wie vor unverzichtbar“. Van Peebles sei ein „Gigant des amerikanischen Kinos“ gewesen.

Melvin Van Peebles wurde am 21. August 1932 in Chicago geboren. Sein Vater war ein Schneider. An der West Virginia State College und an der Ohio Wesleyan University studierte Van Peebles Literatur. 1953 schloss er das Studium mit dem Bachelor ab und diente vier Jahre lang in der US-Luftwaffe.

Danach arbeitete er zunächst als Porträtmaler in Mexiko und drehte drei Kurzfilme, ehe er in die Niederlande zog und am Niederländischen Nationaltheater studierte. In den frühen 1960er-Jahren zog Van Peebles nach Paris, wo er das Drehbuch zu seinem Film „The Story of a Three-Day Pass“ (1968) verfasste.

Durch den Film erregte er die Aufmerksamkeit von Columbia Pictures, die ihn schließlich als Regisseur für „Ein Mann sieht schwarz“ (1970) besetzte. Die Satire erzählt die Geschichte eines weißen Versicherungsvertreters (gespielt von Godfrey Cambridge), der eines Nachts entdeckt, dass er schwarz ist. Zu der damaligen Zeit gab es nur sehr wenige Afroamerikaner, die in Hollywood Regie führten.

Es folgten weitere Filme wie „Sweet Sweetbacks Lied“ (1971), mit welchem er das Genre der Blaxploitation mitbegründete: Dieses beschreibt Low-Budget-Produktionen, die komisch, sexuell aufreizend und teils gewaltvoll sind sowie einen schwarzen Protagonisten, meist Stricher oder Revolutionäre, ins Zentrum stellen. Außerdem liebte Van Peebles es, Filmkonventionen zu brechen.

Melvin Van Peebles gestorben: Er liebte eine Deutsche

Neben seiner filmischen Karriere arbeitete Van Peebles als Romanautor und Musiker. Seit 1953 war er mit der deutschen Schauspielerin Maria Marx verheiratet. Die beiden haben zwei Söhne und eine Tochter, welche allesamt ebenfalls im Schauspiel tätig sind. (tsch)

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