Abo

+++ EILMELDUNG +++ Gespräch mit Nagelsmann WM-Entscheidung bei Said El Mala schon gefallen

+++ EILMELDUNG +++ Gespräch mit Nagelsmann WM-Entscheidung bei Said El Mala schon gefallen

Letztes InterviewLuna Jordan (†25) über Schattenseiten ihres Jobs

Kurz vor ihrem Tod sprach Luna Jordan über die Schattenseiten ihres Jobs.

Die Schauspielszene ist fassungslos nach dem Tod von Luna Jordan. Wie am Montag bekannt wurde, verstarb die junge Schauspielerin am 13. Mai unerwartet.

Nur zwei Monate davor war die junge Frau mit 25 Jahren noch in einer Doku des NDR zu sehen. In „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs“ sprach die Künstlerin, die man aus „Fuchs im Bau“ kennt, über die psychischen Belastungen ihres Jobs, die oft im Verborgenen bleiben.

„Es muss mir schlecht gehen, um gut zu sein“

In der Doku erzählte Jordan, die schon als junges Mädchen drehte, von einer beruflichen Haltung, die sie später selbst infrage stellte. Sie habe lange geglaubt, ihre Performance als Schauspielerin hinge direkt von ihrer seelischen Verfassung ab.

Wörtlich gestand sie: „Ich bin der festen Überzeugung gewesen, dass es mir mental so schlecht gehen muss, damit ich abliefern kann.“

Das undatierte Handout zeigt die Schauspielerin Luna Jordan.

Copyright: Pascal Bünning/Players Agentur/dpa

Das undatierte Handout zeigt die Schauspielerin Luna Jordan. (Archivbild)

Schon früh habe sie sich total auf ihre Charaktere eingelassen, ihr eigenes Leben dafür zurückgestellt und die Rollen als eine neue Version ihrer selbst gesehen. Sie verglich diese Erfahrung mit einem Rauschzustand. „Ich habe nie Drogen genommen oder Party gemacht, sondern mich immer in Projekten komplett fallen gelassen, wo ich alles fühlen und spielen durfte, was ich halt als private Luna nicht kann“, so die Schauspielerin.

Wenn die Rolle die Realität verschlingt

Diese extreme Aufopferung forderte einen hohen Tribut. Die Darstellerin erzählte, wie sich emotionale Eindrücke tief im Kopf verankern. Besonders schwierig seien Szenen gewesen, von denen sie sich danach nicht mehr lösen konnte. Mit den Tränen ringend, schilderte sie Augenblicke, in denen sie nach dem Dreh eine halbe Stunde lang schluchzend am Boden lag und nicht verstand, was mit ihr passierte.

Phasenweise habe sie damals die Herrschaft über ihr eigenes Ich eingebüßt. „Man darf sich nicht aus den Augen verlieren während so einer Produktion“, so ihre spätere Schlussfolgerung. Es sei von großer Bedeutung, sich am Abend im Spiegel noch wiederzuerkennen – etwas, das ihr manchmal nicht mehr möglich war.

Eine tragische, späte Einsicht

Jordan, die man zuletzt in „Polizeiruf 110: Your Body My Choice“ sah, dachte in der Doku auch über eine notwendige Veränderung ihrer Einstellung nach. Aus Erlebtem habe sie die Lehre gezogen, sich für ihre Rollen nicht aufzureiben: „Sonst kann ich diesen Beruf mit 25 nicht mehr machen.“ Sie habe sich angewöhnt, bei jedem neuen Engagement genau hinzuschauen, ob der Dreh ihr guttun würde und ob sie im Anschluss „gesund da rausgehen“ könne.

Obwohl dieser Job tiefe Wunden in ihrem Leben riss, brannte ihre Begeisterung für die Schauspielkunst bis zum Schluss. Ironischerweise waren es gerade jene zermürbenden und komplexen Charaktere, die ihre Liebe zu diesem Beruf ursprünglich geweckt hatten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Dara performt.
Nicht „LIVE“ beim ESC-Finale?
ARD-Zuschauern fällt DIESES Detail auf