Sie stand bereits in jungen Jahren vor der Kamera - unter anderem für den „Bergdoktor“, „Polizeiruf 110“ und die Serie „Euphorie“. Nun ist die Schauspielerin Luna Jordan mit nur 25 Jahren gestorben.
Trauer um Luna Jordan„Polizeiruf“-Star wurde nur 25 Jahre alt

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Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren gestorben. (Bild: 2025 Getty Images for Mubi/Gerald Matzka)
Luna Jordan ist tot. Wie verschiedene Medien berichten, starb die Schauspielerin am vergangenen Mittwoch ihrer Agentur Players zufolge „plötzlich und unerwartet“. Jordan wurde nur 25 Jahre alt.
Die im November 2001 in Berlin geborene Tochter der österreichischen Schauspielerin Bettina Ratschew war bereits in jungen Jahren in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2017 übernahm die damals 16-Jährige eine Rolle im ZDF-Dauerbrenner „Der Bergdoktor“, im folgenden Jahr stand sie in einer Ausgabe der Krimiserie „Kommissarin Lucas“ in einer Episodenhauptrolle vor der Kamera.
Es folgten Auftritte in zahlreichen öffentlich-rechtlichen Produktionen wie „SOKO Donau“, „SOKO Hamburg“ und „Die Heiland - Wir sind Anwalt“. Zudem war Luna Jordan Teil der MagentaTV-Serie „Wild Republic“, der Krimiserie „Jenseits der Spree“ sowie des deutschen „Euphoria“-Remakes „Euphorie“, das im Oktober 2025 auf RTL+ Premiere feierte.
Luna Jordan hätte sich „eine gesunde Jugend gewünscht“
Im Laufe ihrer Karriere wurde die Darstellerin für mehrere Preise nominiert. 2022 wurde Jordan für den Film „Fuchs im Bau“ mit dem österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede thematisierte sie sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche - und erklärte, in der Vergangenheit selbst betroffen gewesen zu sein.
Auch im März dieses Jahres sprach Luna Jordan in der ARD-Doku „Kinderschauspieler - Preis des Erfolgs“ über die Schattenseiten des Geschäfts. Sie hätte sich „eine gesunde Jugend gewünscht, ohne all diese Gedanken und Verwirrungen und Gefühle, die durch Versagen von anderen ausgelöst wurden“, erklärte sie darin. Unter anderem sei Jordan Opfer sexueller Übergriffe am Set geworden. „Ich habe alle diesen Erwachsenen so blind vertraut, die mich in so viele gefährliche Situationen gebracht haben“, erinnerte sie sich.
Gerade in ihrer Jugend habe sich die Schauspielerin mit allem, was sie hatte, in ihre Rollen gestürzt: „Ich habe mein Leben um mich herum völlig vernachlässigt.“ Bei einem Projekt sei sie nach dem Ende der Dreharbeiten eine „halbe Stunde weinend auf den Boden gelegen“, ohne zu wissen, „was mit mir los ist“. Doch trotz der negativen Erfahrungen, die Jordan machen musste, sei sie „sehr dankbar“ für die Möglichkeit, als Schauspielerin zu arbeiten, versicherte sie am Ende der ARD-Dokumentation. Zuletzt hatte sie für die deutsch-britische Beatles-Serie „Hamburg Days“ gedreht. Sie sollte darin die Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr verkörpern. (tsch)
