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Kurzstrecke mit Pierre M. KrauseAnnette Frier gesteht: „Es ist fast zwanghaft“

Annette Frier ist zu Gast bei Pierre M. Krause in der Kurzstrecke. Beide flanieren durch ein Kölner Gartencenter.

Copyright: SWR (Screenshot)

Annette Frier ist zu Gast bei Pierre M. Krause in der Kurzstrecke. Beide flanieren durch ein Kölner Gartencenter.

Die Kölner Schauspielerin Annette Frier nimmt Pierre M. Krause mit ins Gartencenter – und hat dabei einiges zu gestehen.

Einen etwas anderen Ausflug durch Köln hat sich Schauspielerin Annette Frier für die aktuelle Folge der SWR-Sendung „Kurzstrecke mit Pierre M. Krause“ (Staffel 7, Folge 13, abrufbar in der ARD Mediathek) ausgedacht: Die 49-jährige Kölnerin lädt Moderator Pierre M. Krause (ebenfalls 49) in ihr Cabrio ein – Ziel: ein Gartencenter irgendwo in der Domstadt. 

Die Fahrt beginnt entspannt. Bereits am Eifelwall, wo Frier ihren Gast einsammelt, setzt der erste Witz: Sie sei sein „illegaler KVB-Lyft“ – eine Anspielung auf den Mietwagenservice.

Mit dem offenen Dach durch Köln

Beide genießen das Wetter, die Sonne, das offene Dach. Pierre M. Krause schwärmt vom Cabrio – mit einem kleinen Seitenhieb: „Ich mag ja Dinge, die eigentlich gänzlich unpraktisch sind, aber die man sich aus Freude und Leidenschaft an der Ästhetik kauft – und das ist ein Cabrio.“

Annette Frier tut daraufhin so, als müsste sie ihr Auto trösten – ihr kleines „Scheißerchen“, wie sie es nennt: „Er hat gesagt, gänzlich unpraktisch – das war als Kompliment gemeint.“ Dann stimmt sie zu: „Aber es macht Freude, und darum geht es doch.“

Plastik-Hortensien und das schlechte Gewissen

Im Gartencenter kommt ein Geständnis: Annette Frier, die nach eigener Aussage eigentlich robuste, pflegeleichte Pflanzen sucht, hat in ihrem Garten bereits eine beachtliche Sammlung von Kunstblumen angehäuft. „Ich habe so zwei, drei unechte Sachen im Garten – total super, blüht quasi schon seit zwei Monaten“, sagt sie – und schiebt nach: „Der Rest ist echt. Ich habe nur so drei, vier unechte, also Plastik-Hortensien.“

Am Ende verlässt das Duo das Gartencenter mit einem stattlichen Einkauf: Gundermann (den Frier direkt „Gundi“ tauft), eine Weihrauchpflanze, Margariten, eine Hortensie, Maibäume sowie Olivenbäume – letztere als Geburtstagsgeschenk für Zwillinge namens Philipp und Maggie, die Söhne eines alten Schulfreundes, die an diesem Abend 18 werden.

Einen besonderen Moment erlebt das Duo an der Weihrauchpflanze. Dass Weihrauch überhaupt eine Pflanze ist, überrascht beide sichtlich. Frier, die sich selbst als „katholisches Mädchen“ bezeichnet, kommentiert die Entdeckung trocken: „Für mich war es auch bisher einfach nur Buße und weiter sündigen. Aber ab jetzt hat das eine ganz neue Dimension.“

Rastlos in der eigenen Stadt

Abseits der Pflanzenkunde wird das Gespräch persönlich. Annette Frier spricht offen darüber, dass sie es trotz eigenem Garten kaum schafft, wirklich zur Ruhe zu kommen: „Ich hab’ immer so ein Bild von mir, dass ich irgendwann wirklich mal im Garten rumliege. Aber das Fertigwerden mit Sachen im Leben, das passiert nicht. Deswegen bin ich zu wenig in dem Garten.“

Sie liege dort selten, weil: „Erstens ist meistens schlechtes Wetter, so wie heute ist selten. Ich leb’ in Köln.“ Und zweitens: „Bis ich dann wirklich im Garten bin und weiß, wo genau mein Platz ist – da geht es schon wieder weiter, mit dem Abendessen.“

Pierre M. Krause tippt auf Umtriebigkeit als Ursache. Frier gibt zu: „Es ist fast zwanghaft. Ich fände es viel geiler, wenn ich einfach rausgehen und sagen könnte: Ist doch wurscht, ich leg’ mich jetzt sofort in die Hängematte. Gelingt mir aber nur selten, ehrlicherweise.“

Willy Millowitsch und Olivia Jones

Beruflich ist die Kölnerin derzeit vielseitig beschäftigt, verrät sie bei Kaffee und Waffel im Gartencenter: Im Theater schlüpft sie in die Rolle von Willy Millowitsch – dem legendären Kölner Volksschauspieler und Theatermacher, dem die Stadt eine eigene Bank-Skulptur in der Innenstadt gewidmet hat. „Da lümmelt der rum“, witzelt Frier. Das Stück ist ab Herbst wieder zu sehen.

Außerdem spielt sie die Mutter von Olivia Jones in dem ZDF-Biopic „Olivia“, welches seit Anfang Mai in der Mediathek zu finden ist.

Zudem hätten sich vor einigen Wochen auch die „Wochenschau“-Stars von damals privat auf einem Revival getroffen, darunter Bastian „Pastete“ Pastewka, Marco Rima, um den es zuletzt ruhiger geworden ist. „Der lebt in der Schweiz“, verrät Frier. Auch Markus Maria Profitlich war da, der jüngst seinen letzten Gig hatte und jetzt aufhören will, sowie Ingolf Lück („Der hat sich nicht mehr eingekriegt vor Spaß“). „Boah, da wäre ich so gern dabei gewesen“, so Krause.

Am Ende quetschen sich beide mitsamt Pflanzen, Maibäumen und Olivenbäumen ins offene Cabrio – der Karton landet natürlich auf Krauses Schoß. (mg)

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