„Die Höhle der Löwen“ Das wurde aus den Deals der letzten Staffel

Die Höhle der Löwen 2016

Die Löwen (v.l.): Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer und Ralf Dümmel sind wieder auf der Jagd. 

Köln – In der erfolgreichen Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ buhlen innovative Start-ups im TV um Geld und Know-How der Investoren. Momentan wird im Fernsehen die mittlerweile 5. Staffel DHDL ausgestrahlt.

Zeit, um zurückzublicken und sich anzuschauen, was aus den Deals der vergangenen Staffeln geworden ist.

Von Floerke

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David Schirrmacher stellt seine Modemarke „Von Floerk“ den Löwen vor.

Alles zum Thema Carsten Maschmeyer
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Vor drei Jahren hat David Schirrmacher (26) seine Modemarke „Von Floerke“ vorgestellt. Löwe Frank Thelen unterstützt ihn mit 180 000 Euro bei 17,5 Prozent Anteil. Mit seinen Männer-Accessoires hat David Erfolg auf ganzer Linie. Mittlerweile gibt es drei Läden in Köln, Münster und Düsseldorf. Auch der Umsatz ist enorm: Ganze 15 Millionen Euro macht das Unternehmen. Der frischgebackene Millionär hätte niemals mit so einem Ansturm auf seine Produkte gerechnet. Auch seine Website ist völlig ausgelastet, da zu viele Bestellungen eintreffen.  

Happy Po

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 Oliver Elsoud präsentiert die Po-Dusche „Happy Po“.

 Oliver Elsoud und Frank Schmischke wollte mit ihrer Po-Dusche „Happy Po“ die Badezimmer Deutschlands erobern. Für 120 000 Euro Starthilfe boten sie den Löwen 25 Prozent an. Dagmar Wöhrl griff zu, sicherte sich Anteile und half dem Duo, ihr Produkt massentauglich zu machen. Mittlerweile gibt es die Po-Dusche in verschiedenen Supermärkten und Drogerien für rund 20 Euro. Das Duo plant nun, weiter zu expandieren.

Tastillery 

Tastillery

Andreas (links) und Waldemar Wegelin

Andreas und Waldemar Wegelin bieten mit dem „Tastillery“ Probiersets für hochwertigen Alkohol an. Investorin Dagmar Wöhrl biss zunächst an, doch später sagten die Gründer den Deal wieder ab. Die Dormero-Hotelkette der Familie Wöhrl wird die Sets aber im Verkauf anbieten. Erfolg hatten die Erfinder mit ihrer Schnapsidee dennoch: Allein in der ersten Woche nach Ausstrahlung gingen 8000 Tasting-Sets in den Versand.

Happy Cheeze 

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Die Käsefans von „Happy Cheeze” waren erfolgreich.

Für alle Veganer, die auf leckeren Käse nicht verzichten möchten, haben Dr. Mudar Mannah und Rocky Wüst die ideale Lösung parat. Mit ihrem „Happy Cheeze“ stellen sie sich der Jury – und überzeugen. Carsten Maschmeyer und Frank Thelen stiegen mit 500.000 Euro für 30% Firmenanteile ein. Doch nach der Show platz der Deal. Für die Gründer jedoch kein Grund aufzugeben. Im August 2017 fand das Unternehmen einen neuen Investor und konzentriert sich vorerst auf den Bio-Fachhandel. 

Abfluss-Fee

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Erfinder Karl-Heinz Bilz mit seiner Abfluss-Fee.

Die Abfluss-Fee machte Erfinder Karl-Heinz Bilz zum Millionär. Nach einer Woche war bereits eine halbe Million der Abfluss-Reiniger vergriffen, mit denen Bilz Löwe Ralf Dümmel überzeugt hatte. Mittlerweile wurden 1,2 Millionen Stück verkauft. Der Gesamtumsatz beläuft sich mittlerweile auf 14 Millionen Euro. Das Rentner-Leben ist allerdings nichts für den Senioren: Bilz tüftelt lieber an weiteren Erfindungen.

Ankerkraut

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Anne und Stefan Lemcke gehört die Gewürzmanufaktur Ankerkraut.

Gewürze sind das Ding von Anne und Stefan Lemcke – und neuerdings auch von IT-Experte Frank Thelen. Die Gewürzmanufaktur produziert in Hamburg auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. Der Umsatz soll 2017 etwa 12 Millionen Euro betragen und Ankerkraut einen würzigen Gewinn bescheren.

eBall

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EBall-Erfinder Uli Sambeth hatte erst alle Löwen – und dann keinen mehr.

Auf den kometenhaften Aufstieg von eBall und dessen Erfinder Uli Sambeth folgte zunächst ein Rückschlag. Alle fünf Löwen wollten in die kleine Elektrokugel investieren, doch nach monatelanger Zusammenarbeit endete die Entwicklung der Zukunftsvision. Die Investoren zogen sich zurück. Grund: ein befürchteter Patentstreit. Nun kündigt „eBall“ seine Rückkehr für 2019 an. Die Kugeln wiegen nun nur noch die Hälfte, fahren nahezu geräuschlos und sind untereinander vernetzt.

Frooggies

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Die Frooggies-Gründer (v.l.) Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch und Patrick Elkuch.

112 Tonnen – das ist die Menge an frischen Früchten, die die Frooggies-Gründer Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch und Patrick Elkuch seit dem Deal mit Ex-Löwe Jochen Schweizer verarbeitet haben. Das Fruchtpulver wird inzwischen in fast 2000 Geschäften in allen deutschsprachigen Staaten angeboten, multiplizierte seinen Umsatz innerhalb eines Jahres mit dem Faktor 15. In August 2018 erhielt das Unternehmen ein Media-Investment vom „ProSiebenSat.1-Accelerator“ von einer Millionen Euro für Fernsehwerbung.

Gloryfy

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Christoph Egger (r.) konnte Löwe Ralf Dümmel (l.) nicht von seinen unkaputtbaren Brillen überzeugen.

Christoph Egger wollte den Traum aller Brillenträger wahr werden lassen: unkaputtbare Brillen. Thelen und Maschmeyer wollten erst, aber später doch nicht mehr. Thelen gab direkt nach der Sendung seinen Rücktritt vom Deal bekannt, Maschmeyer nach langen Verhandlungen. Auch ohne die Löwen konnte Egger sein Produkt an den Mann bringen und vermeldet ordentliche Verkaufszahlen. Der Unternehmer habe mit Carsten Maschmeyer weiterhin ein gutes Verhältnis, das ihm möglicherweise Türen offen halte.

Limberry

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Dr. Sibilla Kawala-Bulas (r.) ist die Geschäftsführerin von Limberry.

Sibilla konnte mit ihren feschen Dirndl neben Judith Williams sogar Nordlicht Carsten Maschmeyer überzeugen. Die Investoren bereuen die Entscheidung sicherlich nicht, denn Limberry macht mittlerweile Umsätze im siebenstelligen Bereich. Kawala-Bulas beschäftigt derzeit zehn festangestellte Mitarbeiter. Mittlerweile ist der Online-Shop die Adresse für Dirndl-Trachten, sogar bei Promis wie wie Cathy Hummels oder Veronica Ferres.

Lizza

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Die Gründer Marc Schlegel (r.) und Matthias Kramer (l.) erfanden die Low-Carb-Pizza Lizza.

In der Lizza haben mit Frank Thelen und Carsten Maschmeyer gleich zwei Löwen ein Fressen gefunden. 400.000 Euro Umsatz machten die Gründer Marc Schlegel und Matthias Kramer – in den ersten vier Stunden nach der Ausstrahlung! 15.000 Frischteige produziert das Unternehmen täglich und zieht wegen des großen Erfolgs der Low-Carb-Pizza nun auf eine vier Mal so große Produktionsfläche um. Bald soll auch eine Tiefkühlpizza folgen. Um dies zu finanzieren, setzt das Startup auf eine Crwodlending-Kampagne. Ziel sind 1,7 Millionen Euro.

Pannenfächer

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Richard Kaulartz und seine Familie präsentieren den Pannenfächer.

Um pannengeschädigte Autofahrer glücklich zu machen, riskierten Richard Kaulartz und seine Familie viel. Für den Aufbau des Unternehmens investierten sie die gesamte Altersvorsorge der Schwester. Löwe Ralf Dümmel zeigte sich von der Leidenschaft der Gründer beeindruckt und biss an. Kaulartz und Familie produzierten einen sechsstellige Zahl von Pannenfächern. Nach einem Jahr ist der Traum jedoch geplatzt. Das Produkt verkaufte sich nicht mehr.

 Towell+

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Das Towell-Team bilden (v.l.) Florian Goecke, Lennart Rieper und Paul Dudda.

500.000 Handtücher verkauften Florian Goecke, Lennart Rieper und Paul Dudda alleine in den ersten Wochen nach der Sendung. Towell+ erweiterte sein Sortiment und verkauft außer der Fitnessstudio-Ausrüstung nun auch Strandhandtücher und Armbanduhren. Rosig war hier aber nicht alles: Zahlreiche Kunden bemängelten bereits die Qualität der Handtücher.

Deals platzen hinter der Kamera

Was die Zuschauer oft nicht mitbekommen: Die meisten Deals kommen nicht zustande.

Hier nachlesen, wie Jurorin Judith Williams die gescheiterten Deals in der „Höhle der Löwen“ erklärt.

In der Show haben die Unternehmen die Möglichkeit, in einem Pitch ihre Idee den Löwen so schmackhaft zu machen, dass sie investieren.

Ein Pitch bedeutet, dass die Start-ups nacheinander auftreten und sich vorstellen. Im TV wird allerdings nur ein kurzer Ausschnitt gezeigt.

Der Pitch wird zwar gekürzt gezeigt, doch tiefgründiger wird er nur selten. Denn für konkrete Zahlen ist ein Pitch der falsche Moment.

Die Wahrheit folgt nach der Show

Kommt der Deal vor der Kamera zustande, geht es mit der Due Diligence, der Risikoprüfung, weiter. 

Gründer müssen dann ihre Zahlen offenlegen, Investoren prüfen gründlich, ob sich das Risiko auszahlen könnte. In dieser Phase können die Investoren, aber auch die Gründer noch abspringen - und genau das passiert in den meisten Fällen.

Warum trotzdem so viele Gründer bei DHDL mitmachen wollen

Die Show als Marketing-Maßnahme

Marken wie die Gemüsechips „Heimatgut“ haben sich den Löwen gestellt - und diese haben angebissen. Jochen Schweizer wollte mit 125.000 Euro für 15 Prozent einsteigen, doch daraus wurde nichts.

Was folgte: Die Chips waren wochenlang ausverkauft, weil die Nachfrage so groß war.

Mittlerweile können die Chips häufig ohne Wartezeit bestellt werden.

Für die Start-ups kann die Show auch ohne Deal erfolgreich enden. Denn auch wenn der Deal platzt: Ein innovatives Produkt lockt nach der Sendung Käufer – auch ohne Löwen-Investition.

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