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Trumps Antwort ist klarUS-Präsident nennt Irans Antwort „völlig inakzeptabel“

US-Präsident Trump

Copyright: Jose Luis Magana/AP/dpa

US-Präsident Trump gefällt die Antwort aus dem Iran nicht.

Iran-Krieg: Trump tobt, doch die Verhandlungen stocken.

Im Poker um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es einfach kein Weiterkommen, die diplomatischen Bemühungen stecken fest. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die neueste Reaktion aus Teheran auf einen amerikanischen Vorschlag als „völlig inakzeptabel“. Zusätzlich schickte er weitere Drohgebärden in Richtung der Islamischen Republik. Dort reagierte man darauf aber wieder einmal gelassen.

Auf seiner eigenen Plattform Truth Social machte Trump seinem Ärger Luft: «Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" des Irans gelesen. Das gefällt mir nicht - VÖLLIG INAKZEPTABEL». Was genau in dem Vorschlag stand oder wie es nun weitergeht, ließ er offen. Schon kurz davor hatte Trump in einem anderen Post gegen Teheran gestichelt. «Die werden nicht mehr lange lachen!», stand da zu lesen.

Und im Iran? Achselzucken. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, berief sich auf eine gut unterrichtete Quelle. Trumps Wutausbruch habe demnach keinerlei Gewicht. Man mache in Teheran keine Vorschläge, um Trump eine Freude zu bereiten, wurde betont. Die einzige Aufgabe des Verhandlungsteams sei es, die Interessen der iranischen Bevölkerung zu vertreten.

Irans Gegenvorschlag über Pakistan übermittelt

Am Sonntag reichte der Iran seine Antwort auf den amerikanischen Vorschlag zum Kriegsende an Pakistan als Vermittler weiter. Laut dem staatlichen Sender Irib fokussiert sich das von Teheran verfasste Papier auf ein Ende der Gefechte an allen Fronten, speziell im Libanon. Auch die sichere Durchfahrt von Schiffen sei ein zentraler Punkt.

Die iranische Regierung hatte erst vor einigen Tagen bestätigt, dass ein Vorschlag aus den Vereinigten Staaten geprüft werde. Es geht dabei um eine Absichtserklärung mit 14 Punkten. Das erklärte Ziel: einen Rahmen für Verhandlungen zu schaffen, die erst einmal 30 Tage andauern und den Krieg beenden sollen.

Wie Medien berichten, wird außerdem über eine mögliche Aufweichung der US-Sanktionen gesprochen. Auch Abkommen zur Zukunft der Straße von Hormus stehen zur Debatte. Darüber hinaus soll ein Fundament für Gespräche über das kontroverse Atomprogramm des Irans gelegt werden.

Der Experte für den Iran, Danny Citrinowicz, äußerte sich am Sonntag auf der Plattform X zu Trumps verärgerter Reaktion. Er ist überzeugt: Der Iran plant weder aktuell noch in naher Zukunft, klein beizugeben oder die Forderungen aus Washington anzunehmen. Teheran werde seinen Kurs selbst dann nicht ändern, wenn die militärische Auseinandersetzung wieder aufflammt. Realistische Wege für eine Lösung seien nur ein Kompromiss bei den wichtigsten iranischen Anliegen – oder ein Umsturz der Regierung im Iran. Für einen Regimewechsel müsste Washington aber gewaltige militärische, politische und ökonomische Mittel aufwenden.

Trump und Netanjahu wollen Irans angereichertes Uran

Trump gab sich währenddessen siegessicher, dass die USA sich «irgendwann» das angereicherte Uran aus dem Iran holen würden. In einem Interview mit der Sendung «Full Measure», das am Sonntag ausgestrahlt wurde, sagte er: «Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen». Trump behauptete zudem, das Material stehe «unter Beobachtung» durch die USA. «Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen.»

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schlug in die gleiche Kerbe. Es gebe weiterhin angereichertes Uran, das aus dem Iran geschafft werden müsse, erklärte er laut einer vorab gezeigten Vorschau der CBS-Sendung «60 Minutes». Der Krieg sei nicht vorbei, solange das nicht geschehen ist. Auf die Nachfrage, wie man das hoch angereicherte Uran aus dem Iran holen wolle, antwortete Netanjahu trocken: «Man geht hin und holt es heraus.» Details zum genauen Ablauf oder einem Zeitplan nannte er aber nicht.

US-Senator schlägt Alarm: Munitionsvorräte fast leer

Gleichzeitig kommt eine alarmierende Warnung von einem US-Senator: Die Munitions- und Raketenbestände des amerikanischen Militärs sind anscheinend massiv geschrumpft. Es sei «schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben», erklärte Mark Kelly in der CBS-Show «Face The Nation». Der Wiederaufbau dieser Vorräte werde Jahre in Anspruch nehmen. Kelly, der als Senator für Arizona im Streitkräfte-Ausschuss sitzt, wurde vom Pentagon über bestimmte Waffentypen gebrieft. Laut seiner Aussage ging es dabei um Raketen wie Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für das Patriot-System.

Kelly malte ein düsteres Bild: Bei einem länger andauernden Angriff könnten die USA ihr eigenes Land möglicherweise nicht mehr verteidigen. Die Vereinigten Staaten stünden dann in einer prekäreren Situation, «als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte». Er warf Trump vor, die USA in einen Konflikt «ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan» gestürzt zu haben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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