Mitten im ungeklärten Iran-Konflikt richtet US-Präsident Trump den Blick auf ein anderes Land. Seine erneuten Drohungen während einer Fast-Food-Lieferung sorgen für Aufsehen.
Bricht bald der nächste Krieg aus?Trump bestellt bei McDonald's – und droht nächstem Land

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US-Präsident Donald Trump nimmt am Montag (13. April) vor dem Oval Office des Weißen Hauses in Washington eine McDonald’s-Bestellung von Sharon Simmons, einer DoorDash-Mitarbeiterin, entgegen. Er sprach erneut Drohungen gegen Kuba aus.
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Donald Trump (79) lässt nicht locker. Während die Waffenruhe mit dem Iran noch auf wackligen Beinen steht und die Friedensgespräche in Pakistan zuletzt gescheitert sind, verkündete der US-Präsident am Montag (13. April) vor dem Oval Office, dass Kuba als Nächstes dran sein könnte. Er sagte es quasi nebenbei, als er eine McDonald's-Lieferung in Empfang nahm.
Auf die Frage von Reportern, was sich geändert habe, nachdem er kurz zuvor noch erklärt hatte, er habe kein Problem damit, wenn Länder Kuba mit Treibstoff beliefern, machte Trump eine Kehrtwende und drohte erneut mit einer Invasion. „Nun, wir werden sehen, was mit Kuba passiert“, sagte Trump vor dem Oval Office. „Kuba ist eine andere Geschichte.“
„Wir schauen vielleicht bei Kuba vorbei“
Der Präsident bezeichnete Kuba als ein „schrecklich geführtes Land“ mit einem „schlechten System“. Und weiter: „Es war sehr unterdrückerisch, wie Sie wissen, und wir haben viele großartige kubanische Amerikaner, von denen fast alle für mich gestimmt haben“, behauptete Trump. „Sie wurden sehr schlecht behandelt. In vielen Fällen wurden Familienmitglieder getötet. Sie wurden verprügelt und beraubt und, schreckliche Dinge passierten in Kuba.“
Kuba sei „eine gescheiterte Nation“. Trump: „Wir schauen vielleicht bei Kuba vorbei, nachdem wir mit dem hier fertig sind.“ Mit „dem“ meinte Trump den Krieg gegen Iran.
Trump und sein Zickzackkurs
Noch Ende vergangenen Monats klang das bei Trump noch ganz anders: Er erklärte, er habe kein Problem damit, wenn andere Länder Öl nach Kuba liefern. Damals steuerte ein russischer Tanker mit 730.000 Barrel Rohöl die Insel an. Kuba leidet unter der US-Ölblockade. Nachdem die USA Anfang Januar Venezuelas Präsident Nicolás Maduro entführt haben, hat Kuba seinen wichtigsten Öllieferanten verloren. Russland bekräftigte daraufhin seine Unterstützung.
„Wenn ein Land jetzt etwas Öl nach Kuba schicken möchte, habe ich kein Problem damit, egal ob es Russland ist oder nicht“, hatte Trump an Bord der Air Force One gesagt.
Zuvor hatte Trump Venezuela daran gehindert, Öl an die Karibikinsel zu liefern. Auch andere Länder der Region hatte er davor gewarnt. Die US-Sanktionen haben die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba noch einmal massiv verschärft. Kritiker warnten vor einer humanitären Krise und wiederholten Stromausfällen in dem Land.
Iran: Waffenruhe am seidenen Faden
Im Hintergrund schwelt weiterhin der ungelöste Iran-Konflikt. Die von Vizepräsident JD Vance geleiteten Friedensgespräche in Pakistan am vergangenen Wochenende scheiterten. Trump kündigte daraufhin eine US-Blockade der Straße von Hormuz an – was die Ölpreise weltweit in die Höhe trieb. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden. Sie würden sehr gerne, sehr gerne einen Deal machen“, sagte Trump zuletzt. (mg)
