Udo Lindenberg wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Anlass genug für eine Ausstellung seiner Werke unter dem Motto „Keine Panik in Werl – Das Udo Lindenberg Universum“. Bei der Eröffnung in der Galerie Walentowski fand er auch klare Worte.
Lindenberg eröffnet Ausstellung in NRWStimmung kocht über, als er über Putin und Trump spricht

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Udo Lindenberg singt bei der Vernissage in Werl am 11. April 2026.
Udo Lindenberg ist auch im hohen Alter noch unverwüstlich. Bei der Ausstellungs-Eröffnung vor 1400 geladenen Gästen anlässlich seines 80. Geburtstags (der erst in fünf Wochen ist) ließ es sich der Panikrocker nicht nehmen, einige Lieder auf der eigens installierten Galerie Walentowski im westfälischen Werl vom Besten zu geben.
Darunter auch seine großen Hits wie „Horizont“ und „Wozu sind Kriege da?“. Die Stimmung kochte über, Zugabe-Rufe schallten durch die aufgebauten VIP-Zelte und die Galerie-Räume.
„Festwochen zum 80. Geburtstag von Udo Lindenber“
„Mit dieser Sonderausstellung seiner Gemälde leiten wir die Festwochen zum 80. Geburtstag von Udo Lindenberg ein“, sagte Star-Galerist Heinrich Walentowski zu Beginn der Vernissage. Und er verwies mit Stolz darauf, dass er mittlerweile 22 Jahre mit Udo Lindenberg befreundet sei.
Der Sänger und Kunstmaler Lindenberg haderte allerdings schon jetzt mit der Jahreszahl 80. „Diese Zahl ist gar nicht sexy“, meinte Panik-Udo und nuschelte in seiner ureigenen Art ins Mikrofon: „Mein Ziel ist, die 100 Jahre zu erreichen.“ Dann wolle er eine große Party mit Konzert geben. „Sichert euch rechtzeitig die Karten für diese Veranstaltung im Jahr 2046“, sagte Udo.
Riesen-Party kostete 150.000 Euro
Die Party am zurückliegenden Samstag hatte es auch schon in sich. Ein Catering vom Feinsten, Shuttle-Service für die zahlreichen prominenten Ehrengäste und stimmungsvolle musikalische Unterhaltung bis tief in die Nacht. Die Hotels im Umkreis von 15 Kilometern waren nur wegen der Lindenberg-Veranstaltung ausgebucht. Galerist Heinrich Walentowski hat die Ausrichtung dieser Riesen-Party 150.000 Euro gekostet.

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Waldi Lehnertz und Lisa Feller mit dem Spendenschwein
Für Udo richtete Walentowski gern dieses Fest aus, zusätzlich sieht er sich berufen, seit 1968 ein „hoher Vermittler zwischen Mensch und Kunst“ zu sein. Natürlich auch nicht ganz uneigennützig – die hohe Kunst hat auch seinen Preis, und auch bei der Lindenberg-Vernissage wechselte das ein oder andere wertvolle Gemälde den Besitzer.
Unikat auf Leinwand von Walter Lehnertz
Ein spezielles Bild wechselte den Besitzer als verfrühtes Geburtstagsgeschenk: ZDF-Kulttrödler Walter Lehnertz (59) , der auch bei Walentowski Galerien unter Vertrag steht, hatte für den Kult-Musiker eigens ein Unikat auf Leinwand angefertigt, das er dem Sänger überreichte.
„Ich wollte Udo, dessen alten Hit Bodo Ballermann ich mit seiner freundlichen Genehmigung covern durfte, etwas Besonderes schenken.“ So überreichte er seinem Kunst-Kollegen Udo ein Gemälde, das zum Lindenberg-Lied „Rhesus negativ“ passt.

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Udo Lindenberg und die Walentowskis bei der Eröffnung der Ausstellung.
Überhaupt fand es der 80-Euro-Waldi „mega“, sein Idol aus der Jugend bei dieser Gelegenheit persönlich kennenlernen zu dürfen. Der Kunsttrödler aus der Show „Bares für Rares“ ist inzwischen selbst ein TV-Star, sagt aber: „Udo Lindenberg spielt noch in einer viel höheren Liga, mit dem kann ich mich gar nicht vergleichen.“
Maite Kelly, Marie Reim, Schäfer Heinrich und viele andere mit dabei
Trödler und Panikrocker waren auch schnell auf einer Wellenlänge. Udo Lindenberg ließ sich von Waldi über die große Spendenaktion mit dem „Ferkelchen“, deren Erlös im November in den RTL-Spendenmarathon und der BTFoG-Stiftung übergeht, erklären und bemalte spontan das riesige Spendenschwein mit einem Bildchen von sich, freilich mit Hut.
Und bei einem Rundgang durch die Räume der Walentowski-Galerien war Lindenberg selbst über die bisherige Anzahl der von ihm gemalten Bilder erstaunt. „Wenn ich die Knete hätte, würde ich mir selber welche davon kaufen“, scherzte der Hamburger.
Beim Gang durch die Galerie traf er zahlreiche prominente Ehrengäste. Eine herzliche Umarmung gab's von Sängerin Maite Kelly. Sänger-Kollegin Marie Reim war ebenfalls erschienen, ferner war die Musikbranche noch vertreten durch Alexandra Hofmann, Party- und Schlagersängerin Marion Möhlich oder Schäfer Heinrich, der durch die TV-Sendung „Bauer sucht Frau“ bekannt geworden ist.
Waldi Lehnertz' Trödlerkollege Wolfgang Pauritsch war sogar aus Österreich angereist. Der frühere Fußball-Nationaltorwart Uli Stein (früher bei Arminia Bielefeld, Hamburger SV, Eintracht Frankfurt) hatte es bei der Anreise bei weitem nicht so weit. Bei so viel Prominenz durfte auch Frédéric Prinz von Anhalt nicht fehlen.

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Udo Lindenberg, Panikrocker und Maler, eröffnet die Ausstellung seiner Werke unter dem Motto „Keine Panik in Werl – Das Udo Lindenberg Universum“.
Außerdem in der Galerie gesichtet: Lotto-Fee Miriam Audrey Hannah, TV-Moderatorin Verena Kerth (Walentowski: „Eine langjährige Freundin des Hauses“), Künstler und Schauspieler Erdogan Atalay („Alarm für Kobra 11“) oder Komikerin Lisa Feller, die viel Spaß beim Bemalen des großen Spendenschweins hatte und dafür vom Waldi die obligatorische 80-Euro-Note mit persönlicher Widmung erhielt. Die Politik war vertreten durch den ehemaligen CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer. Auch Komiker, Parodist und Kunstmaler Jörg Knör bemalte das Spendenschwein.
„Es werden Zeiten kommen, da werden der scheiß Putin und der Ganove Trump weg sein“
Bei aller Feierei erinnerte Udo Lindenberg auch an die großen Probleme dieser Zeit . Man dürfe nicht nur „zu einer stummen Armee“ verkümmern, mahnte der Panik-Udo, sondern müsse was tun. „Deswegen ist es wichtig, dass wir Sänger und Maler solche Themen immer wieder bringen, pushen und die Leute sensibilisieren“, sagte Udo.
Und unter dem donnernden Applaus des Publikums sagte er: „Wir brauchen eine Vision von einer faireren Welt. Es werden Zeiten kommen, da werden der scheiß Putin und der Ganove Trump weg sein! Die kommen doch jetzt schon ins Schleudern. Der Iran-Krieg ist doch ein Riesen-Irrtum, und auch der Putin weiß bald nicht weiter.“ Sagte es, und sang auf der Bühne seinen Hit „Wozu sind Kriege da?“
