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Trump-Wut gegen PapstJetzt eskaliert's: Selbst eigene Leute sind schockiert

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Donald Trump geht frontal auf Papst Leo los. Die Kirche zeigt sich entsetzt.

Er teilt wieder aus, und diesmal trifft es den Papst! US-Präsident Donald Trump sorgt mit einem heftigen Angriff auf das Oberhaupt der katholischen Kirche für Fassungslosigkeit. Anlass für seine Wut war anscheinend eine Friedensbotschaft von Leo XIV. Darin hatte dieser die Drohungen Trumps in Richtung Iran verurteilt, ohne den Präsidenten beim Namen zu nennen. Trumps Reaktion darauf war eine verbale Breitseite.

Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social ließ der amerikanische Präsident einer wüsten Schimpftirade freien Lauf und machte dem Papst diverse Vorwürfe. Leo sei in außenpolitischen Fragen „schrecklich“ und zeige zu wenig Härte im Kampf gegen das Verbrechen. Trump stellte klar, dass er keinen Pontifex akzeptiere, der den Besitz von Atomwaffen durch den Iran gutheiße. Ebenso wenig wolle er einen Papst, der den Angriff der USA auf Venezuela für furchtbar halte.

Kirche kontert Trumps Attacke

Danach wurde der Angriff richtig persönlich. Der Republikaner unterstellte, der amerikanische Papst Leo sei ausschließlich ins Amt gekommen, um ihn, Trump, zu beruhigen. Dann folgte der unglaubliche Satz: „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.“ Der Papst solle sich mal zusammenreißen und seinen „gesunden Menschenverstand“ benutzen.

Dieser beispiellose Angriff eines westlichen Politikers auf den Pontifex zwang die katholische Kirche in den USA zu einer deutlichen Reaktion. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley, äußerte sich fassungslos: Er sei „bestürzt darüber, dass der Präsident sich zu solch abfälligen Äußerungen über den Heiligen Vater hinreißen ließ.“

Coakley unterstrich, der Papst sei kein politischer Gegner. „Er ist der Stellvertreter Christi, der aus der Wahrheit des Evangeliums und im Namen der Seelen spricht“, erklärte der Erzbischof.

Aber Trump beließ es nicht bei den wüsten Worten. Zusätzlich veröffentlichte er ein mit künstlicher Intelligenz erstelltes Bild. Es zeigt ihn selbst in der Rolle von Jesus Christus, wie er durch Handauflegen Kranke und Verwundete heilt. Im Bild zu sehen sind amerikanische Soldaten und eine Pflegekraft. Schon früher hatte sich Trump als Pontifex inszeniert.

Trump legt nach: Kein „Fan“ von Leo

Nach seiner Ankunft aus Miami legte Trump direkt nach. Dort hatte er sich am Wochenende bei einem MMA-Kampf feiern lassen, während sein Stellvertreter JD Vance in Pakistan Verhandlungen mit dem Iran führte. Gegenüber Reportern wiederholte er seine Anschuldigungen. Leo mache „keinen guten Job“, meinte Trump. Er wolle keinen Papst, der denke, Atomwaffenbesitz sei akzeptabel oder Verbrechen seien okay. Er sei einfach „kein Fan“ von Papst Leo.

Eine genaue Erklärung, inwiefern der Papst die Bekämpfung von Kriminalität behindere, lieferte der US-Präsident jedoch nicht – weder in seinem Beitrag noch auf Nachfrage von Journalisten. Völlig im Dunkeln blieb auch die Verbindung, die er zwischen der Kirche und der Covid-Pandemie herstellte.

Trumps Attacke auf Leo XIV. und seine provokanten Aktionen sorgten sogar in den eigenen Reihen für heftigen Widerspruch. Die ehemalige Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die früher zu seinen treuesten Anhängerinnen zählte, zeigte sich entsetzt. „Ich verurteile das vollkommen und bete dagegen!!!“, schrieb Greene. Sie positioniert sich gegen einen Krieg mit dem Iran und hatte schon Trumps Drohung, das Land werde „die Hölle“ erleben, scharf kritisiert.

Mit den Angriffen auf den Papst könnte Trump bei seiner streng christlichen Wählerschaft, die einen wichtigen Teil seiner Basis ausmacht, eine rote Linie überschritten haben. Der US-Präsident steht wegen der Attacken auf den Iran ohnehin massiv unter Druck. Seine Beliebtheitswerte befinden sich auf einem historischen Tiefpunkt. Dabei hatte der Republikaner nach seinem Sieg bei der Wahl zugesichert, die USA würden keine neuen Kriege anfangen.

Gab es Drohungen gegen Papst-Gesandten im Pentagon?

Trumps Wutausbruch ist anscheinend nicht der erste Versuch der US-Regierung, den Vatikan einzuschüchtern. Kürzlich kam heraus, dass im Januar Kardinal Christophe Pierre, zu der Zeit der Gesandte des Papstes in Washington, ins Pentagon zitiert worden sein soll. Dort soll ihm der wichtigste politische Berater von Verteidigungsminister Pete Hegseth unmissverständlich erklärt haben, die USA hätten die militärische Stärke, um global zu tun, was immer sie wollten. Vom Vatikan sei die uneingeschränkte Unterstützung der amerikanischen Außenpolitik gefordert worden.

Berichten zufolge brachte ein anwesender Pentagon-Mitarbeiter sogar die Möglichkeit eines neuen „Papsttums von Avignon“ zur Sprache. Das wäre eine kaum verhüllte Drohung gewesen. Im 14. Jahrhundert hatte der französische König Philipp IV. den damaligen Papst Bonifaz VII. entführen und misshandeln lassen, woraufhin seine Nachfolger unter dem Einfluss Frankreichs standen. Sowohl das Pentagon als auch der Vatikan dementierten diese Darstellungen jedoch und bezeichneten das Treffen als normal. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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