Der ukrainische Präsident ist außer sich. Zwei US-Unterhändler reisen nach Moskau, ignorieren aber Kiew. Für Selenskyj eine klare Missachtung.
„Es ist respektlos“Selenskyj wirft US-Vermittlern fehlenden Respekt vor

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem US-Vermittler Steve Witkoff Respektlosigkeit gegenüber der Ukraine vorgeworfen. (Archivbild)
Selenskyj platzt der Kragen: US-Vermittler kriegen volle Breitseite – „respektlos“. Klare Kante von Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident macht seinem Ärger über die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner Luft und wirft ihnen mangelnde Achtung vor. Der Auslöser für die Wut ist eine Reise der beiden nach Moskau – bei der ein Abstecher nach Kiew offenbar nicht auf dem Plan stand.
„Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen“, polterte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er räumte zwar die Herausforderungen bei einer Anreise ins Kriegsgebiet ein, betonte aber, dass andere es ebenfalls schaffen würden. An die Adresse der Vermittler sagte Selenskyj knallhart: „Das brauchen nicht wir, sondern sie.“
Selenskyj lehnt Rückzug aus Ostukraine ab
Zugleich unterstrich der Präsident, dass für ihn das Resultat der Gespräche entscheidend sei, nicht der Schauplatz. Eine deutliche Absage erteilte er abermals der russischen Forderung nach einem Truppenabzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk.
„Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage“, so das Staatsoberhaupt. Ohne die dortigen Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine an Stärke einbüßen. Ein befohlener Rückzug würde außerdem die Moral der ukrainischen Armee empfindlich schwächen. Für Selenskyj ist ein Ende des Krieges am schnellsten durch einen Waffenstillstand an der jetzigen Front zu erzielen.
Verhandlungen seit Februar auf Eis
Die Ukraine verteidigt sich seit über vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Wie die dpa berichtet, drängt Washington die Konfliktparteien seit Monaten zu einem Friedensabkommen. Witkoff und Kushner waren zuvor schon mehrfach für Gespräche mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau geflogen.
Ein Besuch in Kiew war eigentlich für die Zeit nach dem orthodoxen Osterfest (12. April) anvisiert worden, kam aber bislang nicht zustande. Die Verhandlungen pausieren obendrein seit Februar aufgrund des Iran-Kriegs. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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