SpaceX an der Börse: Billionen-Chance mit Riesen-Risiko
Musks Griff nach BillionenSpaceX-Börsengang soll ihn zum ersten Billionär der Welt machen

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Wird der Börsengang von SpaceX so spektakulär wie der Start einer «Starship»-Rakete?
Ein Coup, der die Finanzwelt aufmischt: Elon Musk bringt seine Raumfahrt-Firma SpaceX an die Börse und hat die Chance, der erste Billionär der Welt zu werden. Doch dieser gigantische Börsenstart stellt ein enormes Risiko für die kompletten Märkte dar.
Börsen-Knaller von Musk: SpaceX greift nach den Sternen – aber eine massive Gefahr lauert
Im aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz (KI) plant SpaceX für diesen Freitag (8. Juni 2026) einen Börsengang, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll. Angestrebt wird die Einnahme von circa 75 Milliarden US-Dollar. Damit würde die Raumfahrt-Firma von Elon Musk sofort einen Wert von etwa 1,7 Billionen Dollar erreichen. Das katapultiert sie direkt unter die zehn kostbarsten Konzerne weltweit. Der Preis pro Aktie ist schon mit 135 Dollar bestimmt worden.
Zur Einordnung: Die Rangliste der Unternehmen mit Billionen-Bewertung führt momentan der KI-Gigant Nvidia an, dessen Marktwert bei ungefähr 5 Billionen Dollar liegt.
Ein riesiger Sog am Geldmarkt
Für Investoren ist das eine gewaltige Spekulation auf den für den Elektroautobauer Tesla bekannten Unternehmer. SpaceX hat im letzten Jahr nämlich Verluste in Milliardenhöhe gemacht, hauptsächlich aufgrund der immensen Ausgaben für die Entwicklung der gigantischen Starship-Rakete. Die Geldgeber sind trotzdem begeistert: Mit seinen Raketen hat SpaceX eine zentrale Funktion für das Raumfahrtprogramm der USA, unterhält mit Starlink den umsatzstärksten Satelliten-Internet-Service und vereint zudem Musks KI-Unternehmen xAI und die Social-Media-Plattform X.
Anleger hätten so die Möglichkeit, von diversen großen Trends auf einmal zu profitieren. Es lauert jedoch eine erhebliche Gefahr: Der riesige Börsengang könnte sich als ein „gigantischer Staubsauger“ erweisen, der Kapital aus allen Richtungen aufsaugt – was unvorhersehbare Gefahren für andere Wertpapiere und die Finanzmärkte birgt.
Bereits jetzt gibt es Gerüchte, dass der Bedarf an den Wertpapieren doppelt so groß sein könnte wie die verfügbare Menge. Die Aufregung wurde weiter angeheizt durch Meldungen, wonach Elon Musk plant, eine größere Anzahl an Anteilen für Kleinanleger zurückzuhalten als gewöhnlich. Sollte der Plan aufgehen, bewahrt er die volle Macht und steigt zum ersten Billionär des Planeten auf.
Auch in Deutschland kann man dabei sein
Auch hierzulande kann man sich um die heiß begehrten Papiere bemühen. Verschiedene Online-Broker, zu denen Flatex und Trade Republic zählen, akzeptieren bereits Kaufanträge. Die Zuteilung der Aktien und deren Anzahl ist jedoch von dem enormen Interesse abhängig.
Fachleute erkennen enormes Potenzial in der zunehmenden wirtschaftlichen Nutzung des Weltraums. „Der SpaceX-Börsengang markiert einen Wendepunkt für die Weltraumwirtschaft“, sagt Fondsmanagerin Alicia Daurignac. Die Branche könnte sich laut ihr zu einer etablierten Infrastruktursparte entwickeln, vergleichbar mit Energie oder der Telekommunikationsbranche.
Warnung vor dem „Guru des Sternenkults“
Andere Stimmen sind merklich kritischer, insbesondere was die Person Elon Musk angeht. „Wir haben es hier nicht mit einem gewöhnlichen Vorstandsvorsitzenden zu tun, sondern mit einem Guru, einer Art Krishna des Sternenkultes“, warnt Tristan Abet vom Finanzdienstleister Kepler Cheuvreux. Die enorme Bewertung sei der „Preis für Leidenschaft, Faszination und den Traum, den alle Kinder gehabt hätten, als sie zum ersten Mal in die Sterne blickten“.
Falls die zuversichtlichen Stimmen die Oberhand behalten, startet ein beispielloses Spiel um Billionen am Aktienmarkt. Die Anbieter von Indizes haben schon eine Art „Lex SpaceX“ verabschiedet: Dabei werden Vorschriften gelockert und die Aufnahmefristen reduziert, sodass das Wertpapier zügiger in bedeutende Aktienindizes gelangen kann.
Kaufzwang für Fonds – mit Konsequenzen für den Markt
Dies setzt eine riskante Kettenreaktion in Gang, wie der Portfoliomanager Audun Wickstrand Iversen erläutert. „Dann kaufen Indexfonds automatisch – ohne Rücksicht auf Bewertungsmodelle oder Wachstumsstory.“ So wird ein künstlicher Bedarf geschaffen, der vom tatsächlichen Unternehmenswert völlig losgelöst ist.
Wer SpaceX-Anteile erwirbt, egal ob freiwillig oder notgedrungen wie im Fall von Indexfonds, muss die dafür nötigen Gelder an anderer Stelle entnehmen. Das hat das Potenzial, komplette Sektoren oder auch andere Märkte zu belasten. Laut der Expertin Jane Gibbons vom Analysehaus Jefferies wird als eine wahrscheinliche Liquiditätsquelle die Gruppe der „glorreichen Sieben“ angesehen – dazu gehören die kostbarsten US-Technologieunternehmen, darunter Nvidia, Apple, Microsoft sowie auch Musks eigenes Unternehmen Tesla. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
