Nach Pannen-Serie: Gelingt der Raketen-Start jetzt?
Jetzt muss es klappenNach Fischer und Defekten: Bayerische Rakete soll nun starten

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Ein Archivbild der Startvorbereitungen im Januar. (Handout)
Nach einer gefühlten Ewigkeit voller Pannen soll es jetzt klappen: Das Raumfahrt-Startup Isar Aerospace aus Bayern will seine Rakete „Spectrum“ ein zweites Mal in den Himmel schicken. Das Zeitfenster für den Abflug öffnet sich an diesem Montagabend (14. Juni 2026). Startort ist der Weltraumbahnhof Andøya in Norwegen.
Die Firma aus Ottobrunn bei München hat Großes vor. Sobald die „Spectrum“ serienreif ist, soll sie Satelliten in eine Erdumlaufbahn transportieren. Isar Aerospace will damit sogar schneller Geld verdienen als die Firma SpaceX von US-Milliardär Elon Musk. Die brauchte nämlich vier Anläufe.
Pannen-Serie: Defekte Teile und ein sturer Fischer
Doch der Weg bis hierhin war ein einziges Desaster. Was alles schiefging? Eine ganze Menge! Der allererste Testflug im Frühling des Vorjahres endete nach nur 30 Sekunden mit einem lauten Platscher im Meer. Der zweite Versuch, der für Januar angesetzt war, scheiterte an einem kaputten Ventil.
Im März wurde es dann richtig kurios: Ein Fischer aus Norwegen wollte mit seinem Kutter einfach nicht aus der Sicherheitszone vor der Insel fahren. Und ein dritter Anlauf im April platzte, weil ein Druckbehälter undicht war. Jetzt also der nächste Versuch. An Bord sind diesmal wieder fünf kleine Satelliten und ein Forschungsprojekt.
Europas große Hoffnung: Weg von der US-Abhängigkeit
Dieser Start ist für ganz Europa extrem wichtig. Aktuell schießt vor allem SpaceX die europäischen Satelliten ins All. Der Grund: Es fehlt eine ebenbürtige Rakete aus europäischer Herstellung.
Isar Aerospace möchte genau diese technologische Abhängigkeit von Amerika beenden. Das Startup hat vor, die Fertigung auf bis zu 40 Raketen jährlich zu steigern. Damit soll der europäische Bedarf gedeckt werden. (dpa/red)
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