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Musks Billionen-WahnsinnFirma schreibt Verluste, soll aber 1,8 Billionen wert sein

SpaceX «Starship»

Copyright: Eric Gay/AP/dpa

Elon Musk verlässt sich darauf, dass Anleger im Glauben an künftige Erfolge von SpaceX investieren. (Archivbild)

Irre Wette: SpaceX trotz Verlusten 1,8 Billionen wert?

Irre Wette auf die Zukunft: Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX zielt auf einen Wert von fast 1,8 Billionen Dollar am Aktienmarkt – und das, obwohl die Firma Miese macht. Ein Zock mit gigantischem Potenzial, aber auch mit enormer Absturzgefahr für alle, die einsteigen.

Das hat es so noch nie gegeben: Ein Börsenstart der Superlative. Das Unternehmen von Tech-Visionär Elon Musk startet mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar je Anteilsschein und peilt Einnahmen von circa 75 Milliarden Dollar an. Sobald der Handel am Freitag (11. Juni 2026) losgeht, könnte der Wert des Unternehmens von beinahe 1,8 Billionen Dollar sogar noch in die Höhe schießen. Das Kuriose daran: Im letzten Jahr erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von unter 19 Milliarden Dollar und schreibt dicke Verluste.

Womit verdient SpaceX sein Geld?

Das Unternehmen, das Musk schon 2002 ins Leben rief, kennt man hauptsächlich wegen seiner Raketen. Seine Vision: Raketenstarts radikal billiger machen und irgendwann Menschen auf dem Mars ansiedeln. Zuerst erntete er dafür nur Spott, aber SpaceX hat bewiesen, dass es geht: Sie konstruierten preiswerte Raketen, die man sogar wiederverwenden kann. Inzwischen ist die Firma für die Raumfahrt der USA und deren Armee absolut essenziell geworden.

Der Löwenanteil der Einnahmen, etwa elf Milliarden Dollar, kam im letzten Jahr vom Internetdienst Starlink, der über Satelliten läuft. SpaceX beförderte dafür circa 9.600 Satelliten ins All. Über zehn Millionen Menschen nutzen Starlink bereits als Kunden. Zukünftig soll der direkte Zugriff per Smartphone auf das Weltraum-Netzwerk möglich werden – selbst an Orten ohne Handyempfang. Außerdem hat SpaceX vor Kurzem Musks KI-Unternehmen xAI geschluckt.

Ist dieser Preis überhaupt gerechtfertigt?

Der anvisierte Firmenwert übersteigt den Jahresumsatz des Vorjahres um mehr als das 90-fache – ein extrem hoher Wert. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt: Beim Chiphersteller Nvidia beträgt dieser Faktor ungefähr 20, bei Apple liegt er bei circa 10. SpaceX erklärt diesen schwindelerregenden Preis mit dem Potenzial für zukünftige Einnahmequellen. Das Unternehmen schätzt allein den Markt für Satellitenverbindungen auf 1,6 Billionen Dollar.

An dieser Stelle wird auch die KI-Firma xAI relevant: Musk möchte einen Teil des gewaltigen KI-Kuchens abhaben, dessen Wert auf mehr als 22 Billionen Dollar taxiert wird. Eine seiner Ideen sind Rechenzentren im Orbit. Es ist jedoch unklar, ob das technisch machbar ist. Skeptiker mahnen zur Vorsicht: Musk neigt bei seinen Versprechen oft zum Optimismus. So klappt bei seinem Elektroauto-Unternehmen Tesla das selbstständige Fahren auch ein Jahrzehnt später immer noch nicht wie angekündigt.

Elon Musk: Der Faktor Fan-Liebe

Üblicherweise sichern sich bei einem Börsenstart hauptsächlich institutionelle Geldgeber wie Banken und Fonds die Anteile. Musk aber baut auf seine gewaltige Anhängerschaft aus Kleinanlegern. Für diese soll etwa ein Fünftel der fast 555,6 Millionen Aktien zurückgehalten werden – normal wären lediglich fünf bis sieben Prozent. Der Andrang wird das verfügbare Kontingent wohl deutlich sprengen.

Auch nach dem Gang an die Börse wird Musk die Zügel bei SpaceX fest in der Hand behalten. Durch besondere Aktien verfügt er über eine Stimmrechtsmehrheit von über 80 Prozent. Dieser Schritt dürfte ihn außerdem zur ersten Person machen, deren privates Vermögen die Marke von einer Billion Dollar knackt. Derzeit beziffert der Finanzdienstleister Bloomberg seinen Reichtum auf ungefähr 700 Milliarden Dollar.

Drei bedeutende Anbieter von Aktienindizes – Nasdaq, FTSE Russell und MSCI – haben ihre Statuten angepasst. Infolgedessen kann das SpaceX-Papier rascher als gewöhnlich in deren Indizes gelangen. Das schafft automatisch einen frühen Kaufdruck durch Fonds, die die Zusammensetzung dieser Indizes nachbilden. Einzig S&P Dow Jones stellt sich quer und besteht darauf, den Anteilsschein erst nach einem Jahr am Markt in den bedeutenden S&P 500 aufzunehmen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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