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So viel Gas wie nieDeutsche Terminals speisen Rekordmenge an Flüssigerdgas ein

LNG-Terminal Wilhelmshaven

Copyright: Lars Penning/dpa

An den deutschen LNG-Terminals wurde zuletzt so viel LNG angelandet wie noch nie zuvor. (Archivbild)

Rekord an deutschen Küsten: So viel LNG wie nie zuvor.

Eine noch nie dagewesene Menge an Flüssigerdgas (LNG) ist im ersten Quartal 2026 an den deutschen Küsten angekommen. Durch die drei Terminals in Brunsbüttel sowie Wilhelmshaven 1 und 2 floss Erdgas mit einem Energiegehalt von über 25 Terawattstunden (TWh). Dies stellt den absoluten Spitzenwert für einen Dreimonatszeitraum dar, wie die bundeseigene Deutsche Energy Terminal Gesellschaft (DET) verlauten ließ.

Um das ins Verhältnis zu setzen: Im ersten Jahresviertel 2025 belief sich die Menge laut DET-Informationen auf lediglich rund 10 Terawattstunden. Die nun gemeldeten 25 Terawattstunden würden genügen, um die deutschen Erdgasspeicher zu etwa zehn Prozent aufzufüllen.

USA als Hauptlieferant – Iran-Krieg ohne Auswirkungen

Befürchtungen wegen des Konflikts im Iran? Bislang hat die Auseinandersetzung laut DET keine größeren Konsequenzen für den LNG-Umschlag an den deutschen Anlagen, wie die dpa berichtet. Der überwiegende Anteil der deutschen LNG-Einfuhren kam zuletzt aus den USA.

Darum kommt jetzt so viel mehr Gas an

Doch wieso strömt plötzlich so viel mehr Gas nach Deutschland? Ein Faktor ist die Inbetriebnahme eines dritten LNG-Terminals (Wilhelmshaven 2) im Mai 2025, das mit dem Schiff „Excelsior“ arbeitet. Ferner gab es laut DET Verbesserungen bei den Betriebsabläufen und eine effizientere Vermarktung der Anlieferungs-Slots.

Für alle, die sich die Technik dahinter fragen: Das mit Tankern bei eisigen minus 162 Grad angelieferte Flüssigerdgas wird an den Terminals wieder in einen gasförmigen Zustand gebracht und im Anschluss an Land befördert. Die Bundesregierung hatte den Ausbau der milliardenschweren Infrastruktur nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine beschleunigt, um sich von russischen Gasimporten zu lösen.

Gasspeicher nach dem Winter nur mäßig gefüllt

Ungeachtet des LNG-Höchststandes spielen diese Importe für das Wiederbefüllen der deutschen Erdgasspeicher eine eher untergeordnete Rolle. Die Füllstände sind nach dem Winter vergleichsweise gering, wie die Initiative Energien Speichern (Ines), ein Verband der Speicherbetreiber, mitteilt.

Flüssigerdgas hatte zuletzt einen Anteil von nur circa 10 Prozent an den gesamten deutschen Gasimporten. Die weitaus größere Menge wird Deutschland weiterhin über Pipelines zugeführt. Neben den drei staatlich geführten Terminals existiert auch das private LNG-Terminal auf Rügen. Ein weiteres in Stade soll 2026 seinen Betrieb aufnehmen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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