Abo

Deutschland hebt wieder abBundesregierung beschließt neue Strategie für die Luftfahrtindustrie

Flughafen Frankfurt

Copyright: Boris Roessler/dpa

Die Regierung will Deutschland als Luftfahrtnation erhalten. Genügt der Branche dieses Bekenntnis? (Symbolbild)

Regierung hat großen Flug-Plan, doch die Kosten explodieren

Ein großer Wurf für die deutsche Luftfahrt? Die Bundesregierung will Deutschland wieder zur Top-Flugnation machen. Doch während die Politik große Pläne schmiedet, schlägt die Industrie Alarm: Die Kosten explodieren und gefährden unsere Flughäfen und damit auch eure nächste Urlaubsreise.

Die Bundesregierung hat eine klare Mission, die in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Kabinettspapier formuliert wird. „Ziel der Bundesregierung ist es, die Weichen zu stellen, damit Deutschland gemeinsam mit den europäischen Partnern auch in den kommenden 15 Jahren als führende Luftfahrtnation dauerhaft erfolgreich wird und bleibt“. Die Luftfahrt wird als globaler Wachstumssektor betrachtet, in dem Deutschland eine führende Position einnehmen soll.

In der neuen Strategie bekennt sich die Regierung „ausdrücklich“ zum Luftverkehrsstandort Deutschland. Ein leistungsfähiger, sicherer und nachhaltiger Flugbetrieb sei von entscheidender Bedeutung für die Mobilität von Personen und Waren, für die Wirtschaft, für Arbeitsplätze und sogar für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.

Industrie schlägt Alarm: „Kosten haben sich verdoppelt“

Doch aus der Wirtschaft kommt ein lauter Warnschuss. „Die Nationale Luftfahrtstrategie muss jetzt in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden“, fordert Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Denn die Realität an den Flughäfen sehe düster aus.

Der Schock-Moment: Die Standortkosten in Deutschland haben sich seit der Corona-Pandemie teils verdoppelt! Lösch warnt: „Das schwächt Airlines und Flughäfen im internationalen Wettbewerb. Gleichzeitig belasten krisenbedingt hohe Kerosinkosten und geopolitische Konfliktherde wie der Iran-Konflikt Routen, Kapazitäten und Kosten im Luftverkehr zusätzlich.“

Weniger Steuern, weniger Bürokratie?

Der BDI fordert daher schnelle Hilfe. „Erforderlich sind weitere Entlastungen bei der Luftverkehrsteuer sowie den Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren und ein konsequenter Abbau von Bürokratie und nationalen Sonderwegen“, macht Lösch klar. Nur so könne die Anbindung der deutschen Wirtschaft an die Welt gesichert werden. Immerhin wird mehr als ein Fünftel des Handels mit Nicht-EU-Staaten über den Luftweg abgewickelt.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Der Bundestag hatte im Mai zwar eine Erhöhung der Ticketsteuer wieder zurückgenommen, doch die Entscheidung muss erst noch durch den Bundesrat. In ihrer Strategie verspricht die Regierung, sich auch weiterhin für wettbewerbsfähige Kosten einzusetzen und Themen wie klimaschonendes Fliegen und stabile Lieferketten anzugehen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

New York Knicks - San Antonio Spurs
„Ich weiß es nicht“
Der US-Präsident wirkt ratlos und verliert an Rückhalt