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Düsseldorfer Open-Air-Park eingeweihtRiesiges Chaos bei Premiere – aber Band liefert ab

System of a Down eröffnete am 10 Juli 2026 den Open-Air-Park in Düsseldorf!

Copyright: Clemente Ruiz

System of a Down eröffnete am 10 Juli 2026 den Open-Air-Park in Düsseldorf!

Mehr als zehn Jahre mussten die Rock-Fans im Rheinland warten – nun meldet sich System of a Down mit einer spektakulären Premiere zurück und weiht den brandneuen Open-Air-Park in Düsseldorf ein.

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass die Alternative-Metal-Ikonen von System of a Down das Rheinland zum letzten Mal besuchten – damals, im April 2015, brachten sie die Kölner Lanxess-Arena im Rahmen ihrer „Wake Up The Souls“-Tour zum Kochen. Umso größer war der Hype, als die Band am 10. Juli als allererste Band überhaupt den neu geschaffenen Open-Air-Park in Düsseldorf einweihte.

Für viele war es das absolute Konzert-Highlight, da es sich um eine von nur zwei Shows im gesamten Land handelte. Zuvor spielte die Band ein Konzert in Berlin.

Hitze, Netzprobleme und internationale Fans bei der Großpremiere

Dass bei der Generalprobe einer brandneuen Location dieser Größenordnung noch nicht jedes Rädchen perfekt ineinandergreift, mussten die Fans am eigenen Leib erfahren. Schon vor dem eigentlichen Start wurde die Geduld der 80.000 Besucher auf eine harte Probe gestellt.

Ein riesiges Verkehrschaos rund um das Messegelände sorgte für kilometerlange Staus. Erschwerend kam hinzu, dass das Mobilfunknetz vor Ort zeitweise völlig überlastet war. Die Folge: Viele Fans konnten ihre digitalen Parktickets nicht laden, was die Einlassphase zusätzlich verzögerte. Es war eben das allererste Konzert dieser gewaltigen Dimension auf dem neuen Areal.

Doch der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Auf dem restlos ausverkauften Gelände fanden sich nicht nur deutsche Rock-Fans, sondern auch Fans aus den Niederlanden, Frankreich, Luxemburg oder Belgien. Kein Wunder, denn auf ihrer exklusiven EU-UK-Tour spielen die Kalifornier insgesamt nur sieben ausgewählte Shows.

Der Startschuss mit „B.Y.O.B.“

Kurz vor halb zehn erlosch das Licht und die Band feuerte direkt zu Beginn mit dem hochexplosiven Opener „B.Y.O.B.“ das erste dicke Ausrufezeichen ins Publikum. Mit den Worten „Habt ihr eine gute Zeit? Wir sind aus LA, wir sind System of a Down!“ legt die Band los – und ab da gab es in der Menge kein Halten mehr. Während ein Moshpit den nächsten jagte, flogen Crowdsurfer im Sekundentakt über die Köpfe hinweg. Schon bei den ersten Songs flammten die ersten Pyrofackeln auf. Auch für die Besucher auf der Tribüne gab es kein Halten. Sie hielt nichts auf den Sitzen und sie standen für die gesamte Länge des Konzertes an ihren Plätzen.

Aber auch die Band bemerkte die Strapazen der Anreise. Frontmann Serj Tankian bedankte sich sichtlich während des Konzertes beim Publikum: „Düsseldorf, danke, dass ihr heute hier seid trotz des verrückten Verkehrs!“ Gitarrist Daron Malakian fügte stolz hinzu: „Das ist das erste Mal, dass hier heute ein Konzert stattfindet.“ Perfekt untermalt wurde die Kulisse des neuen Open-Air-Parks durch die Flugzeuge, die im Minutentakt dicht über den Köpfen der Zuschauer hinweg den Düsseldorfer Flughafen ansteuerten.

Während des Konzertes erwies sich Malakian einmal mehr als der geborene Entertainer der Band. Für fast jeden Song hatte er den perfekten Übergang parat, sei es durch pointierten Wortwitz oder geschickte Überleitungen in den Lyrics. Obwohl ihr letztes Studioalbum-Doppelpack „Mezmerize“ und „Hypnotize“ bereits aus dem Jahr 2005 stammt, verloren die Tracks kein Stück an ihrer legendären Energie.

Knapp 100 Minuten lang spielte die Band ihre 30 größten Hits. Hymnen wie „Chop Suey!“, „Lost in Hollywood“ und „I-E-A-I-A-I-O“ wurden vom textsicheren Publikum mitgesungen. Beim absoluten Klassiker „Toxicity“ brannte die Menge endgültig nieder; mehrere Pyrofackeln erleuchteten den Nachthimmel und wurden von riesigen Moshpits begleitet, bevor der Abend schließlich mit dem Finale „Sugar“ beendet wurde.

Beim Verlassen des Geländes hörte man durchweg nur begeisterte und positive Stimmen. Die anfänglichen Orga-Probleme und das Verkehrschaos vom Nachmittag? Spätestens nach diesem Abriss bei den meisten Fans komplett vergessen!

Kräfte der Polizei sind nach dem WM-Sieg von Frankreich gegen Marokko im Einsatz. Die Viertelfinal-Niederlage Marokkos hat in Düsseldorf Ausschreitungen ausgelöst, bei denen drei Polizisten verletzt wurden.
Ausschreitungen in NRW
Nach Marokko-Aus flogen Böller und Flaschen