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Schlag für den KremlProwestliche Regierung in Armenien liegt bei Wahl klar vorn

Parlamentswahl in Armenien

Copyright: Anthony Pizzoferrato/AP/dpa

Der prowestliche Regierungschef Paschinjan kann ersten Hochrechnungen nach weiter regieren.

Zerreißprobe in Armenien: Paschinjan klar vor Moskau-Freunden.

Was für eine Zerreißprobe für Armenien! Die Wahl in der Republik im Südkaukasus entscheidet über den künftigen Kurs des Landes. Und die ersten Ergebnisse deuten auf einen klaren Sieger hin: Nikol Paschinjans pro-europäische Regierung scheint das Rennen zu machen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Paschinjans Partei „Zivilvertrag“ holt sich laut den ersten Auszählungen satte 57 Prozent. Ein herber Dämpfer für die Konkurrenz: Das pro-russische Lager „Starkes Armenien“ landet bei nur 21 Prozent. Die Menschen strömten zu den Urnen – mit 59 Prozent war die Beteiligung spürbar höher als bei der Wahl 2021.

Moskau mischt mit: Wahlkampf unter Hochspannung

Schon vor dem Wahltag knisterte es gewaltig. Der Grund: Der amtierenden Regierung wird ihr Flirt mit der EU vorgeworfen. Das gefällt dem großen Nachbarn Russland überhaupt nicht, der die Abstimmung mit Argusaugen beobachtete und im Vorfeld für erhebliche Spannungen sorgte.

Und Moskau ließ Taten sprechen: Kurz vor der Abstimmung wurden Importstopps für Waren aus Armenien verhängt. Obendrauf die Drohung, den Hahn für billiges Gas zuzudrehen. Eine unmissverständliche Warnung an das armenische Volk, wem seine Loyalität gelten soll.

Tumulte am Wahltag: Wurden Stimmen gekauft?

Auch am Tag der Entscheidung selbst kam es zu heftigen Szenen. Die Opposition, die Russland nahesteht, schlug Alarm: Mehr als 100 ihrer Unterstützer seien in Gewahrsam genommen worden.

Die offizielle Begründung der Behörden für das Vorgehen gegen Anhänger der Partei Starkes Armenien um Milliardär Samwel Karapetjan: Der Vorwurf lautet auf versuchten Stimmenkauf. Diese ersten Ergebnisse sind allerdings nur eine Momentaufnahme – sie beruhen auf den Daten aus 110 der landesweit insgesamt rund 2000 Wahlbezirke. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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