Miese Stimmung bei den Firmen im Osten: Eine aktuelle Erhebung legt die massive Unzufriedenheit mit der Politik der Ampel-Koalition offen. Das Urteil für die Regierung: In vielen Fällen komplett gescheitert.
Ampel-Zeugnis von der WirtschaftIm Osten gibt's die Note „ungenügend“

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Laut einer Befragung des Dresdner Ifo Institutes bewerten ostdeutschen Unternehmen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung besonders kritisch (Symbolbild).
Von Unternehmen aus dem Osten erhält die Wirtschaftspolitik der Regierung eine erheblich negativere Beurteilung als von jenen aus dem Westen. Laut einer Meldung der dpa, die sich auf eine Umfrage des Dresdner Ifo-Instituts stützt, bekommt die Ampel-Koalition östlich der ehemaligen Grenze durchschnittlich die Zensur 4,27, wohingegen sie westlich mit 4,14 bewertet wird.
Note 6 für die Ampel: Jedes achte Ost-Unternehmen lässt die Regierung durchrasseln
Die Verärgerung scheint groß zu sein: Ganze 13 Prozent der teilnehmenden Firmen aus Ostdeutschland bewerteten die Leistung der Bundesregierung mit der schlechtesten Note 6. In Westdeutschland lag dieser Wert bei lediglich 8 Prozent. Joachim Ragnitz, der Vize-Chef des Dresdner Instituts, wird dazu mit den Worten zitiert: „Deutlich mehr Unternehmen im Osten als im Westen geben der Regierung die Note 6. Baufirmen und Einzelhändler sind besonders kritisch“.
Vor allem im Baugewerbe (Note 4,48) und im Einzelhandel (Note 4,46) im Osten ist die Kritik laut der Erhebung besonders ausgeprägt. Dagegen waren in anderen Wirtschaftszweigen, etwa im Großhandel, in der Industrie oder im Dienstleistungssektor, kaum Abweichungen zwischen den beiden Teilen Deutschlands festzustellen.
Rote Karte für Sozial- und Rentenpolitik
Die Befragung ergab, dass die Beurteilung in sämtlichen untersuchten Politikfeldern negativ ausfiel. Das Institut gab bekannt: „Besonders schlecht schnitt die Sozial- und Rentenpolitik ab, die mit einer Gesamtnote von 4,62 bewertet wurde, was mit den Bewertungen aus Westdeutschland übereinstimmt“.
Erhebliche Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland zeigten sich der Studie zufolge bei der Finanzpolitik (Ost: 4,18, West: 4,00) und der Politik für Energie und Klima (Ost: 4,32, West: 4,16). Auch die Industriepolitik (Ost: 4,30, West: 4,11) wurde unterschiedlich bewertet. Marcel Thum, der Chef des Dresdner Ifo-Instituts, zieht eine klare Schlussfolgerung: „Die Ergebnisse zeigen, dass Reformen auf nahezu allen Feldern dringend erwartet werden.“ (red)
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