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Mega-Traum geplatztSaudi-Arabien stampft 170-km-Wüstenstadt ein

Hand hält Smartphone mit Bild auf Bildschirm

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Aus der Traum vom Wunder in der Wüste!

Riesen-Überraschung aus Saudi-Arabien! Der gewaltige Entwurf für die 170 Kilometer lange Wüsten-Metropole „The Line“ wird massiv zurückgefahren. Nach Jahren voller Verspätungen und ausufernder Ausgaben macht Kronprinz Mohammed bin Salman bei seinem Vorzeigeprojekt Neom anscheinend einen radikalen Schnitt. Das komplette Projekt kommt nun auf den Prüfstand.

Insbesondere das Kernstück, die Zukunfts-Stadt „The Line“, wird jetzt „deutlich kleiner“ geplant und von Grund auf neu konzipiert. Das ganze Neom-Vorhaben, das an der Küste des Roten Meeres ein Areal von der Größe Belgiens einnimmt, soll bis zum Ende des ersten Quartals 2026 neu aufgestellt werden. Anstelle von riesigen Bauwerken liegt der Fokus zukünftig vermehrt auf Rechenzentren und einer KI-Infrastruktur, deren Kühlung durch Meerwasser erfolgen soll. Das berichtet „FOCUS online“.

Und auch andere Vorhaben trifft es hart. Das Skigebiet Trojena, wo eigentlich 2029 die Asiatischen Winterspiele geplant waren, wird ebenfalls gestutzt. Ein Sprecher von Neom erläuterte, dass die Vorhaben „phasenweise“ an die nationalen Prioritäten sowie die ökonomische Situation angepasst werden. Der Auslöser für den Sparkurs ist klar: fallende Ölpreise, erhebliche Defizite und zusätzliche kostspielige Verpflichtungen wie die Expo 2030 und die Fußball-WM 2034 nötigen das Königreich dazu, sein gesamtes Portfolio an Riesenprojekten einer Prüfung zu unterziehen.

Der Kronprinz persönlich hatte bereits öffentlich mitgeteilt, dass Vorhaben gekippt oder fundamental umgestaltet werden könnten, falls dies im nationalen Interesse liege. Die „Financial Times“ sieht Neom deshalb als einen entscheidenden Testfall dafür, wie anpassungsfähig Saudi-Arabien bei der Umsetzung seiner „Vision 2030“-Pläne tatsächlich ist. Eine Analyse des Projektforschers Bent Flyvbjerg untermauert die Schwierigkeiten: Demnach überschreiten neun von zehn Riesenprojekten ihren Kostenrahmen, wobei Budgetüberschreitungen von 50 Prozent als „normal“ angesehen werden.

Aber es sind nicht alle Visionen geplatzt. Ein anderes ehrgeiziges Bauvorhaben wird weiterhin verfolgt: Der Jeddah Economic Company Tower (JEC Tower) hat einen wichtigen Meilenstein geschafft und kommt der unfassbaren Marke von mehr als einem Kilometer Höhe immer näher. Das Königreich rückt somit einem weiteren architektonischen Weltrekord ein gutes Stück näher. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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