Zoff an einer Gesamtschule: Weil Ramadan ist, sollen nicht-muslimische Kids ihr Essen verstecken.
Krach ums Pausenbrot in NRWRamadan-Regel an Schule sorgt für Wirbel

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Mädchen hält Apfel beim Mittagessen.
In Kleve, an der Joseph-Beuys-Gesamtschule, gibt es mächtig Ärger. Der Auslöser: Der Fastenmonat Ramadan. Muslimische Jugendliche fühlen sich anscheinend von Mitschülern irritiert, die in der Pause essen. Eine wütende Mutter schildert der „Bild“ den Vorfall.
Ihr Kind und eine Mitschülerin wurden demnach von muslimischen Kids konfrontiert: „Wir haben Ramadan, du musst jetzt fasten und dein Brot in die Tonne werfen!“ Die Mädchen wandten sich daraufhin an einen Pädagogen. Dieser soll ihnen geraten haben, sich zum Essen einfach umzudrehen. Das berichtet „FOCUS online“.
Schikane und Isolation? Mutter erhebt schwere Vorwürfe
Aber das scheint noch nicht die ganze Geschichte zu sein. Eine weitere Mutter redet sogar von Schikane und sozialer Isolation. Demnach sollen Jugendliche mit Migrationsgeschichte „Würg- und Kotzgeräusche“ gemacht haben, während andere Kids ihre Mahlzeit verzehrten.
Ihr Kind habe weinend berichtet, sich in der Klasse benachteiligt und ausgeschlossen zu fühlen, speziell weil sie als „deutsch“ gelte. Die Mutter macht deutlich: „Von unserer Tochter zu verlangen, sich beim Essen und Trinken wegzudrehen oder dies zu verbergen, stellt eine Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit dar“.
Das sagt die Schule: Eine „Regel“ für alle?
Die Schulleitung hat auf eine elterliche Beschwerde geantwortet und ihre Perspektive erläutert. Laut der Schule würden die nicht fastenden Jugendlichen ihre muslimischen Mitschüler mit den Mahlzeiten ebenfalls „provozieren“. Das Verzehren von Speisen und Getränken in den Pausen sei aber prinzipiell weiterhin „vollkommen in Ordnung“.
Als Kompromiss schlägt die Schule vor, dass die Kids sich gegenseitig nicht beobachten sollen – weder beim Fastenbrechen noch beim Essen. Die Anweisung, sich wegzudrehen, sei eine „Regel“, die für alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen zähle.
Behörde in Düsseldorf schaltet sich ein
Mittlerweile ist die Bezirksregierung Düsseldorf aktiv geworden und untersucht den Vorfall. Man sei im Austausch mit der Schulleitung, teilt die Behörde mit. Situationen, bei denen Jugendliche versuchen, Mitschülern religiöse Regeln aufzuzwingen, würden konsequent verfolgt. Die klare Botschaft lautet: „Schülerinnen und Schüler dürfen nicht in ihrem persönlichen Verhalten eingeschränkt werden.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

