Israel und die USA führen Krieg gegen den Iran. Wegen des Militärangriffs streichen nun zahlreiche Fluggesellschaften ihre Flüge in der Region. Darunter auch vom Flughafen Köln/Bonn.
Flüge gestrichenKrieg gegen Iran – Nahost-Eskalation trifft auch Köln
Aktualisiert
Ausnahmezustand im Nahmen Osten. Israel und die USA haben am Samstagmorgen einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet. Die Vergeltung folgte prompt. Jetzt herrscht Krieg!
Das Auswärtige Amt passte seine Reise- und Sicherheitshinweise an und warnt vor Reisen in die betroffenen Region. Auch zahlreiche Fluggesellschaften haben auf die aktuelle Lage reagiert und noch am Samstag (28. Februar) wegen des Militärangriffs zahlreiche Flüge in der Region gestrichen. Darunter auch der Flughafen Köln/Bonn.
Sicherheit der Reisenden und Crews habe „stets oberste Priorität“
Wie ein Flughafensprecher am Samstag auf Nachfrage von EXPRESS.de bestätigte, wurden Flüge nach Dubai und Erbil (Irak) bis einschließlich 1. März abgesagt. „Stand jetzt würden ab dem 2. März wieder Flüge in die Region durchgeführt. Das könne sich aber jederzeit ändern“, sagte der Sprecher mit Hinweis auf die aktuelle Weltlage.
Betroffene Passagiere und Passagierinnen sollten sich beim Flughafen Köln/Bonn oder ihrer jeweiligen Fluglinie erkundigen. Gleiche Empfehlung gilt für Flüge ab Düsseldorf.
Die Lufthansa hatte bereits wenige Stunden nach den Angriffen angekündigt, bis zum 7. März alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak zu annullieren. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt. Mehrere Staaten schlossen ihre Lufträume zumindest begrenzt.
Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter. Die Lufthansa begründete ihr Vorgehen mit der „aktuellen Lage“ in der Region. Betroffene Passagiere könnten kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin genau und stehe in engem Kontakt zu den Behörden vor Ort. Die Sicherheit der Passagiere und Crews habe „stets oberste Priorität“.
Weitere Airlines reagieren auf die Entwicklung im Iran
Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Aus Teheran und mehreren anderen Städten des Landes wurden Explosionen gemeldet. Starke Explosionen waren unter anderem auch aus Riad in Saudi-Arabien und der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Abu Dhabi, zu hören.
Auch weitere Airlines reagierten auf die Entwicklung: Air France strich für Samstag alle Flüge nach Tel Aviv und Beirut, Swiss annullierte sämtliche Verbindungen nach Tel Aviv bis einschließlich 7. März. Auch Turkish Airlines setzt seine Flüge in die Hauptstädte der Region vorerst aus. Gesellschaften wie British Airways, ITA Airways, Norwegian, Finnair, Air Algerie, Air India, Pakistan International teilten ebenfalls Ausfälle mit.
Laut der Flugverfolgungs-Website FlightAware waren bis zum Samstagnachmittag mehr als 12.500 Flüge verspätet; mehr als 1400 Flüge wurden annulliert.
Mehrere Länder in der Region, darunter der Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait, VAE und Katar schlossen ihre Lufträume ganz oder zumindest Teile davon. (susa mit AFP)

