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Er war Putins Vorzeige-PatriotJetzt wird Eislauf-Legende als Verräter beschimpft

Jevgeni Plushenko auf dem Eis

Copyright: IMAGO / WEREK

Jevgeni Plushenko auf dem Eis.

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Gestern noch Putins Held, heute ein Verräter? Die Entscheidung seines Sohnes sorgt für einen Riesen-Aufruhr.

Ein Beben erschüttert die russische Sportwelt, und im Auge des Sturms: Eislauf-Idol Jewgeni Pljuschtschenko. Plötzlich findet sich der Eiskunstlauf-Held, ein treuer Anhänger von Wladimir Putin und offener Befürworter des Ukraine-Kriegs, in der Schusslinie wieder. Was ist passiert? Sein 13 Jahre alter Sohn Alexander hat eine Wahl getroffen, die alles auf den Kopf stellt: Er wird in Zukunft für Aserbaidschan starten.

Diese Nachricht hat enorme Sprengkraft. Immerhin war es Pljuschtschenko persönlich, der Sportlerinnen und Sportler, die Russland seit 2022 den Rücken kehrten, heftig attackierte. Für ihn war es unbegreiflich, wie jemand seine Heimat, den Präsidenten oder die eigene Familie verraten könnte, nur für eine mögliche Olympia-Teilnahme. Wörtlich sagte er damals: „Ich habe es schon einmal gesagt und wiederhole es noch einmal: Ich verstehe aufrichtig nicht, wie man seinem Land entsagen kann“. Das berichtet „t-online“.

Der tiefe Fall einer Legende

In Russland können es viele kaum fassen. Denn Jewgeni Pljuschtschenko ist eine absolute Größe. Seine Erfolgsbilanz ist gigantisch: zwei Goldmedaillen bei Olympia, drei WM-Titel und sieben EM-Titel machten ihn unvergessen. Als einer von nur wenigen Eiskunstläufern beherrschte er die Biellmann-Pirouette und zeigte als Pionier die Kombination aus Vierfach-Toeloop, Dreifach-Toeloop und Doppel-Rittberger. Seine Verehrung in Russland erreicht ein Niveau, das man hierzulande vielleicht von Franz Beckenbauer oder Lothar Matthäus in Deutschland kennt. Er ist ein Idol auf Kufen.

Und jetzt das: Ausgerechnet sein eigener Sohn, den er zur öffentlichen Figur gemacht hat, startet für ein anderes Land. Im Internet entlädt sich ein Sturm der Entrüstung. Man nennt Pljuschtschenko einen „Verräter an Putin“ und der Begriff „Vaterlandsverrat“ kursiert überall. Die sozialen Medien quellen über vor spöttischen Kommentaren. „So sehen sie also aus, die Patrioten“ und „Der größte Patriot Russlands“ ist dort zu lesen. Unzählige Nutzer bezichtigen ihn der reinen Scheinheiligkeit.

Kalkül statt Vaterlandsliebe?

Aber die Entscheidung scheint auf eiskalter Berechnung zu basieren. Der Grund: In Russland hätte der 13-jährige Alexander sportlich wohl keine Zukunft. Obwohl er ständig in den Medien ist, zählt er nicht zu den besten Nachwuchsläufern des Landes. Sein 18. Rang bei einem landesweiten Wettkampf ist ein klares Indiz dafür. Das ist meilenweit von einer Nominierung für das russische Team entfernt. Durch den Nationenwechsel ist ihm ein Platz bei wichtigen internationalen Wettkämpfen so gut wie sicher.

Während die Volksseele tobt, reagieren Fachleute erstaunlich gelassen. Die Eiskunstlauf-Ikone Tatjana Tarassowa sprach von einer persönlichen Wahl, um bei Junioren-Wettkämpfen mit weniger starken Gegnern starten zu können. Auch der Sportjournalist Dmitri Gubernijew äußerte sich nüchtern: „Er tritt für das Land an, für das er antreten will“. Er brachte zudem finanzielle Motive ins Spiel: „Aserbaidschan ist kein armes Land“.

Die Familie versucht nun, die Wogen zu glätten. Alexander selbst hat schon klargestellt, dass er Russe bleibe und beide Nationen respektieren möchte. Dennoch sah sich Jewgeni Pljuschtschenko durch den gewaltigen Shitstorm genötigt, seine Profile in den sozialen Netzwerken abzuschalten. Experten vermuten jedoch, dass Putin seinen treuen Unterstützer nicht einfach opfern wird. Der Kreml braucht bekannte Gesichter, die hinter seiner Politik stehen. Da darf der Sohn auch mal für eine andere Nation antreten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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