Ein gewaltiger Wirbelsturm hinterlässt eine Schneise der Zerstörung in Australien.
Monster-Zyklon trifft AustralienBehörden warnen vor „anhaltender Lebensgefahr“

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Der Zyklon «Narelle» fegte mit Böen von bis zu 270 Kilometern pro Stunde über die Kap-York-Halbinsel.
Windgeschwindigkeiten von 270 km/h zerstören Häuser und Küstenabschnitte
Ein wahrer Albtraum im tropischen Australien: Der Wirbelsturm „Narelle“ ist als Zyklon der Kategorie 4, der zweithöchsten Stufe, auf die Nordküste von Queensland geprallt. Er hat in dem entlegenen Gebiet zum Teil massive Zerstörung verursacht.
Am Morgen (Ortszeit) traf der Wirbelsturm die Küste der Kap-York-Halbinsel. Zuvor hatte „Narelle“ über dem Ozean an Kraft gewonnen und sich zur höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h entwickelt, was laut dpa erhebliche Beunruhigung auslöste. Einsatzkräfte der Polizei suchten die Menschen zu Hause auf, um sie vor der Gefahr zu warnen.
„Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit“
Obwohl der Zyklon etwas an Kraft verloren hatte, als er über die Halbinsel zog, peitschten die Windböen weiterhin mit bis zu 270 km/h. Gegenüber dem Sender ABC schilderten Beobachter vor Ort umgeknickte Bäume, weggerissene Dächer und beginnende Stromversorgungsunterbrechungen.
„Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit, wenn das Auge des Sturms über Sie hinweggezogen ist“, erklärte Chris Stream, der Koordinator für Katastrophenschutz im Bundesstaat Queensland. Mit Nachdruck sprach er eine Warnung vor „anhaltender Lebensgefahr“ aus. Glücklicherweise gab es vorerst keine Berichte über Todesfälle.
Flutwellen reißen ganze Strände mit sich
Eine besondere Gefahr geht neben den heftigen Winden von den gewaltigen Regenfällen aus. Offizielle Stellen rechnen mit starken Überflutungen. Die Folgen waren sogar an Küstenabschnitten zu spüren, die weit weg lagen.
Cairns, eine bei Urlaubern populäre Küstenstadt etwa 600 Kilometer südlich vom Zentrum des Sturms, wurde von Flutwellen heimgesucht, die eine starke Brandung und Bodenerosion verursachten. Meldungen zufolge wurden Küstenabschnitte zum Teil fortgespült und Fahrbahnen überflutet.
Wirbelsturm nimmt neuen Kurs – Angst um bekanntes Reiseziel
Während „Narelle“ über Queensland allmählich an Kraft verliert, fokussiert man sich nun auf das benachbarte Northern Territory. Es besteht die Möglichkeit, dass der Zyklon dort ab Samstag wieder stärker wird und mit den Kategorien 3 oder 4 das Festland erreicht.
Eine akute Warnung vor Hochwasser wurde schon für die weltweit bekannte Katherine-Region ausgesprochen. In dem Gebiet kam es erst vor zwei Wochen zu massiven Überflutungen; der Boden ist durchnässt und kann so gut wie keine weiteren Wassermassen mehr aufsaugen.
In der Ortschaft, unweit des beeindruckenden Nitmiluk-Nationalparks, wird derzeit ein mobiles Krankenhaus aufgebaut. „Die Menschen hier haben schon viel durchgemacht und werden noch viel mehr durchmachen müssen“, äußerte Len Notaras vom Nationalen Zentrum für Intensivmedizin Australiens. Für Touristen aus der ganzen Welt gilt das Northern Territory als absolutes Traumreiseziel. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

