Wirbelsturm-Warnung für Italien! Das totale Urlaubs-Chaos an der Adria.
Tornado-Schock in ItalienUrlaubs-Chaos an der Adria

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Überfluteter Fluss Arno am Damm in Florenz.
Für Touristen an der Adria wurde das Wochenende zum Albtraum, anstelle von Sonnenschein und entspannten Strandtagen. Am letzten Donnerstag und Freitag trafen schwere Stürme auf populäre Urlaubsorte. Das Ergebnis: sintflutartiger Regen, der Keller und Straßen überschwemmte, sowie massive Zerstörungen durch orkanartige Böen.
Feuerwehrleute und der Zivilschutz waren in populären Ferienorten wie Lignano, Grado und Monfalcone in Venetien pausenlos gefordert. Auslöser für dieses Wetter-Drama war ein kräftiger Scirocco-Wind. Dieser schob feuchte, warme Luftmassen von der See landeinwärts, was zur Bildung eines massiven Gewitterkomplexes im Bereich des Flusses Isonzo führte. Die Konsequenz waren stundenlange, heftige Regenfälle und Hagelschlag. Das berichtet „t-online“.
Menschen vor Ort sahen die Wirbelstürme
In der Provinz Rovigo spitzte sich die Lage dramatisch zu, als dort sogar zwei Tornados entstanden. Einer dieser Wirbelstürme erreichte Berichten zufolge eine Breite von rund 40 Metern. Aufnahmen dieser Naturgewalt gingen in den sozialen Medien viral. Ein Augenzeuge wird von der Zeitung „Il Gazzettino“ mit den Worten zitiert: „Es hat Angst gemacht.“ Er schilderte, wie er zusah, als der Tornado „mitten durch die Felder“ auf ihn zukam. Luca Zaia, der Regionalpräsident von Venetien, bestätigte auf Facebook einen „heftigen Tornado“, der die Region Polesine getroffen habe.
Experten warnten vor Superzellen – und der Winter kam zurück
Schon vorab hatte das Portal MeteoWeb eine Warnung für sogenannte Superzellen herausgegeben. Dabei handelt es sich um extrem starke Gewitterformationen, die nicht nur Starkregen und Hagel, sondern auch Wirbelstürme verursachen können. Gleichzeitig fegten Windböen mit über 80 km/h über die Küstenregion und das Binnenland. Das Unwetter ließ in Triest sogar den Meeresspiegel merklich ansteigen.
Ein überraschendes Winter-Comeback gab es in den höheren Gebieten, während in den Ebenen Überschwemmungen und Wirbelstürme tobten. Ab einer Seehöhe von 1.600 bis 1.800 Metern fielen in den Ostalpen – dazu zählen die Dolomiten, die Karnischen und die Julischen Alpen – 20 bis zu 40 Zentimeter frischer Schnee.
Behörden geben keine Entwarnung
Auch für Samstag konnte vorerst keine Entwarnung gegeben werden. Da die Wetterfront weiter nach Süden wandert, erweiterte die Zivilschutzbehörde ihre Warnmeldung. Die Warnstufe Gelb ist nun für neun Gebiete aktiv, zu denen auch Umbrien und Kampanien gehören. Gerechnet wird mit Regenschauern und örtlich heftigen Niederschlägen, die von kräftigen Windböen, Hagelschlag und Gewittern begleitet sein können. Für die Küstenbereiche besteht sogar eine Warnung vor Sturmfluten.
Aber es gibt Hoffnungsschimmer: Eine deutliche Beruhigung der Wettersituation wird für Sonntag prognostiziert. In Nord-, Mittel- und Süditalien ist dann mit einer Wetterverbesserung und reichlich Sonnenschein zu rechnen. „Es wird sicher der freundlichste Tag des langen Wochenendes“, erklärt Peter Wölflingseder vom Wetterdienst UBIMET. An der oberen Adria rechnet man dann mit Werten zwischen 20 und 22 Grad. (red)
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