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Luxus-Wahnsinn auf MallorcaVolle Stege, Stau und sündhaft teure Yachten

Martin Pedersen & Gäste vor Zelt

Copyright: IMAGO / Uwe Erensmann

Martin Pedersen & Gäste vor Zelt.

Auf der Palma Boat Show drängen sich die Massen.

Bereits am Mittwoch (29.4.), direkt nach dem Start, war die Palma International Boat Show komplett überfüllt. Dichte Besuchermengen zwängten sich durch die engen Gänge im Hafenbereich. Eine lange Fahrzeugschlange staute sich vor den Zufahrten zu den Parkgaragen. Auf dem gesamten Areal waren vor allem deutsche und englische Stimmen zu hören. Viele Gäste streiften begeistert ihre Schuhe ab, um die kostspieligen Boote zu betreten, welche für ein normales Einkommen nicht finanzierbar sind.

„Wir sind seit knapp zehn Jahren Aussteller bei der Boat Show“, berichtet Phil Cardoso von der Firma „Boote Polch“. Sein Geschäft hat sich auf Tender fokussiert, die kleineren Begleitboote für die gewaltigen Schiffe. Die Kauflaune bei privaten Interessenten sei jedoch verhalten. „Man merkt es an der Stimmung der Leute durch die Inflation und die politische Lage. Wobei der Saisonbeginn traditionell in unserem Gewerbe eher schwach läuft.“ Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Charter-Firmen rechnen mit enormem Andrang

Für den Sommer zeichnet sich allerdings ein komplett anderes Bild ab. Die Verleihfirmen stellen sich auf eine gewaltige Nachfrage ein. „Tagestouren sind dann nur noch schwierig zu bekommen“, erläutert Cardoso. Er bewirbt ein spezielles Club-System des Unternehmens: Für eine jährliche Gebühr im Bereich von 7.350 bis 34.900 Euro – abhängig von der Bootsklasse – lässt sich eine Yacht so häufig wie gewünscht ausleihen. Eine Flatrate für den exklusiven Freizeitspaß, die auch in der Hauptsaison gilt.

Obwohl Cristina Sastre von Sa Calma Boats die erhöhten Spritpreise wahrnimmt, kann sie sich über mangelnde Reservierungen nicht beklagen. Ihr Verleihunternehmen zeigt auf der Ausstellung einen Katamaran mit zwei Etagen, eine „Weltneuheit“. Sie sagt: „Noch vor der ersten Fahrt erreichen uns Buchungen“. Die gestiegenen Treibstoffkosten? Diese gibt man direkt an die Klientel weiter. „Die Benzinkosten gleichen wir mit höheren Preisen aus. Es ist ein Spagat. Wir müssen schauen, wie viel die Kunden zu zahlen bereit sind.“

Palma lässt Monaco und Genua hinter sich

Ein Shuttle-Service per Boot steuert den externen Standort Marina Port an. Während der acht Minuten dauernden Überfahrt kommt man an der „Limitless“ vorbei. Dieses Schiff war früher als die weltweit größte Yacht bekannt und ankert aktuell im Hafen von Palma. An diesem zweiten Messe-Schauplatz kann man die imposanten Segelschiffe bestaunen.

„Palma hat sich in diesem Segment den Namen gemacht, der beste Ausstellungshafen im ganzen Mittelmeer zu sein“, erläutert Aksel Andresen vom Zulieferbetrieb Reckmann. „Weder Genua noch Monaco können mit der Anzahl mithalten.“ Er bekräftigt außerdem die starke Tendenz, die auch Messe-Veranstalter Chema Sans identifiziert hat: Katamarane sind im Kommen. Die Vorzüge beschreibt Andresen so: „Die Fläche ist vergleichbar mit einer Motoryacht und das Gefühl das gleiche. Letztlich bleibt es aber Segeln“. Wer sich davon überzeugen möchte, hat bis Samstag noch die Möglichkeit. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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