Abo

Europa-Party vertagtMüde Freiburger verlieren beim HSV und verpassen vorzeitige Quali

Torschützen unter sich: HSV-Verteidiger Luka Vuskovic (l) und Freiburgs Igor Matanovic.

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Torschützen unter sich: HSV-Verteidiger Luka Vuskovic (l) und Freiburgs Igor Matanovic.

Aktualisiert:

Europa-Traum geplatzt? Freiburg verliert bitter beim HSV.

Freiburgs Europa-Traum jäh gestoppt! Pleite in Hamburg nach Final-Jubel

Was für ein Dämpfer für den Sport-Club! Nur wenige Tage nach der großen Europa-Feier gibt es eine Niederlage beim HSV. Doch ein Moment im Stadion sorgte für echte Gänsehaut und rückte den Fußball in den Hintergrund.

Die Europa-Pläne des SC Freiburg liegen vorerst auf Eis. Nur drei Tage nach dem gefeierten Finaleinzug in der Europa League gab es für die müden Breisgauer eine verdiente 2:3 (1:1)-Niederlage beim Hamburger SV. Die vorzeitige Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb wurde damit am vorletzten Bundesliga-Spieltag verpasst.

Trotz des Rückschlags ist die Ausgangslage für die Freiburger (44 Punkte) vor dem Saisonabschluss gegen RB Leipzig weiterhin hervorragend. Im Fernduell um den wichtigen siebten Platz liegt das Team vor den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt (43) und FC Augsburg (43).

Blitz-Start und prompte Antwort

Vor 57.000 Zuschauenden im zum 17. Mal in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion legte der HSV los wie die Feuerwehr: Bakery Jatta brachte die Hausherren früh in Front (14.). Die Freude der Hamburger war jedoch von kurzer Dauer, denn der Ex-St. Paulianer Igor Matanovic (16.) glich nur zwei Minuten später mit seinem neunten Saisontor für die Freiburger aus.

Für den HSV ging es sportlich um nichts mehr, der Klassenerhalt war bereits gesichert. Exakt ein Jahr nach dem Aufstieg konnte das Team befreit aufspielen. Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte seine Mannschaft nach dem 3:1-Kraftakt in der Halbfinal-Rückpartie der Europa League gegen Sporting Braga nur auf zwei Positionen umgestellt.

Endlich getroffen: HSV-Spieler Bakery Jatta bejubelt sein erstes Bundesliga-Tor.

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Endlich getroffen: HSV-Spieler Bakery Jatta bejubelt sein erstes Bundesliga-Tor.

Gänsehaut-Moment: Stadion schweigt für Notfall

Nach knapp einer halben Stunde dann ein Moment, der unter die Haut ging: Wegen eines medizinischen Notfalls in der HSV-Nordkurve wurde es für zehn Minuten komplett still auf den Rängen. Ein Zeichen großen Respekts, das die Fans beider Lager auch bei zwei weiteren Notfällen zeigten.

Auf dem Rasen entwickelte sich ein offenes Spiel. Hamburgs Abwehrchef Luka Vuskovic erwies sich bei seinem wohl letzten Heimspiel als Fels in der Brandung, während vorne Fabio Vieira Pech hatte und nur den Pfosten traf (19.). Die HSV-Spieler hatten sich zuvor in Shirts mit der Aufschrift «Hamburg kann große Spiele» aufgewärmt, eine Anspielung auf das Olympia-Referendum am 31. Mai.

Umstrittener Jubel: Freiburgs Torschütze und Ex-St. Paulianer Igor Matanovic boxt eine HSV-Eckfahne nach seinem Treffer zum 1:1.

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Umstrittener Jubel: Freiburgs Torschütze und Ex-St. Paulianer Igor Matanovic boxt eine HSV-Eckfahne nach seinem Treffer zum 1:1.

Freiburg geht nach der Pause die Puste aus

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hamburger mit deutlich mehr Elan aus der Kabine. Den Freiburgern merkte man die Strapazen des Europapokals an, die Kräfte schwanden zusehends. Der HSV erspielte sich Chancen, doch erst blockte Matthias Ginter einen Schuss von Otto Stange (47.), dann verzog Ransford Königsdörffer knapp (52.).

Olympia-Werbung für das Referendum: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vor dem Anpfiff.

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Olympia-Werbung für das Referendum: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vor dem Anpfiff.

Zwar prüfte Lukas Kübler (51.) noch HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, doch dann schlugen die Hausherren eiskalt zu. Abwehrchef Vuskovic (64.) köpfte zur Führung ein, und der kurz zuvor eingewechselte Fabio Baldé (67.) erhöhte auf 3:1. Den Freiburgern fehlte die Energie, um noch einmal zurückzuschlagen.

Immerhin: Igor Matanovic (87.) gelang mit seinem zweiten Treffer noch der Anschluss zum 2:3. In der Nachspielzeit traf Vieira für den HSV sogar noch einmal den Pfosten (90.+5). Am Ende blieb es bei der Niederlage für den Sport-Club. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Italienische Carabinieri / Polizei

Tod der Tochter erfunden

Frau zockt Ex-Kollegin mit KI-generierten Trauerfotos ab