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Erpressung eskaliertSEK stürmt Hells-Angels-Heim und nimmt Rocker fest

Hand eines Polizisten hält Schutzhelm und Handschellen

Copyright: IMAGO / Swaantje Hehmann

Hand eines Polizisten hält Schutzhelm und Handschellen.

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Ein 40-Jähriger wird zur Kasse gebeten, er zahlt. Aber den Bikern ist das nicht genug.

Riesen-Aktion in Baden-Württemberg! In den frühen Morgenstunden des Donnerstags griff die Polizei hart durch. Kriminalisten aus Ludwigsburg sowie Pforzheim bekamen bei einer Razzia im Biker-Milieu Hilfe von Spezialeinheiten des SEK und MEK. Zwei Verdächtige konnten von den Spezialkräften dingfest gemacht werden. Zeitgleich wurde auch ein Clubhaus der Pforzheimer Hells Angels auf den Kopf gestellt.

Die Anschuldigung hat es in sich: „räuberische Erpressung“. Ein 27- und ein 30-Jähriger stehen im Verdacht, einen 40 Jahre alten Mann Anfang Mai heftig bedrängt zu haben. Die Polizei gibt an, dass die zwei Männer zur Untermauerung ihrer Drohungen „auch ihre Zugehörigkeit zu einer Rockergruppierung eingesetzt haben, um die Drohungen zu untermauern“. Das berichtet „t-online“.

Mehrere Tausend Euro flossen an die Erpresser

Das verängstigte Opfer händigte nach dem ersten Kontakt einem weiteren Beschuldigten eine Summe von mehreren tausend Euro aus. Aber das war den Geldeintreibern anscheinend zu wenig. Sie tauchten erneut auf und setzten den Mann wieder unter Druck. Doch dieses Mal gab es keine weitere Zahlung – stattdessen wurde die Polizei alarmiert. Ein Polizeisprecher stellte klar, dass der Betroffene aus Kornwestheim weder selbst Biker ist noch irgendwelche Kontakte in dieses Milieu pflegt. Die Hintergründe, weshalb die Hells Angels es auf ihn abgesehen hatten, sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Ermittler fanden bei den Razzien eine ganze Menge: Sie konfiszierten Schreckschusspistolen, echte Munition sowie unterschiedliche, teils illegale Hieb- und Stichwaffen. Die zwei Hauptverdächtigen (27 und 30) kamen vor einen Haftrichter des Amtsgerichts Stuttgart. Dieser ordnete die Vollstreckung der schon vorher von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragten Haftbefehle an. Jetzt sitzen die Beschuldigten in U-Haft. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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