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Eltern schon genug bestraftNach Tod der Töchter (6, 7) schuldig, aber Gericht straft nicht

Prozess nach tödlichem Badeunfall am Baggersee

Copyright: Daniel Karmann/dpa

Die Eltern der Mädchen waren wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

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Töchter (6, 7) ertrunken: Eltern schuldig, aber straffrei

Ein Drama, das einem das Herz zerreißt. Fast ein Jahr nach dem furchtbaren Tod ihrer zwei kleinen Mädchen (6 und 7) in einem See in Unterfranken mussten sich die Eltern vor Gericht verantworten. Jetzt gibt es ein Urteil – und es ist ein Spruch, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hat.

Das Amtsgericht Schweinfurt befand die Eltern der fahrlässigen Tötung für schuldig. Aber: Die 33 Jahre alte Mutter und ihr 39-jähriger Mann bekommen keine Strafe. Eine Gerichtssprecherin gab bekannt, dass das Gericht auf eine solche verzichtet.

Die Richter begründeten dies so: Der Verlust ihrer Kinder belaste die Eltern bereits so unermesslich, dass eine zusätzliche Sanktion „verfehlt“ sei. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft, sie auch wegen der Verletzung ihrer Fürsorgepflicht zu verurteilen, wurde nicht stattgegeben. Der Richterspruch ist final.

Die Mädchen waren Nichtschwimmerinnen

Zu dem entsetzlichen Vorfall kam es am 14. August 2025. Eine spätere Untersuchung der Leichen der beiden Mädchen bestätigte den Tod durch Ertrinken. Die Anklageschrift geht davon aus, dass die Schwestern für wenigstens zehn Minuten unter der Wasseroberfläche waren.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Die Eltern hätten ihre beiden Töchter, die Nichtschwimmerinnen waren, für einen Zeitraum von wenigstens 15 Minuten unbeaufsichtigt gelassen. „Beide Kinder trugen auch keine Schwimmflügel oder ähnliche Schwimmhilfen, um zu verhindern, dass sie im Wasser untergehen“, steht in der Anklage. Interessant: Nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Ankläger selbst hatten in ihren Schlussvorträgen gefordert, auf eine Bestrafung der Eltern zu verzichten.

Augenzeugen fanden die leblosen Körper

Ein anderer Besucher des Sees bemerkte die regungslose Siebenjährige, die rund 15 Meter vom Uferbereich entfernt im Wasser trieb. „Das Mädchen lag mit dem Kopf nach unten im See und bewegte sich nicht“, wird aus der Anklageschrift zitiert. Wenig später machte ein anderer Helfer die schreckliche Entdeckung und fand auch die sechsjährige Schwester unter Wasser.

Man versuchte noch, beide Mädchen wiederzubeleben und brachte sie in Krankenhäuser. Aber alle Rettungsversuche waren vergeblich. Die Siebenjährige verstarb einen Tag nach dem Unglück, der Tod ihrer jüngeren Schwester wurde einen weiteren Tag später bestätigt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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