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Daten-Schock an UniklinikHacker erbeuten sensible Infos von rund 30.000 Betroffenen

Cyber-Angriff

Copyright: Sina Schuldt/dpa

Ein Cyberangriff auf Daten von Patienten beschäftigt Universitätskliniken im Südwesten. (Symbolfoto)

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Datenklau bei Klinik-Partner: 30.000 Kölner betroffen.

Schock für Köln! Ein digitaler Einbruch bei einem Partner der Uniklinik sorgt für massive Sorgen. Die persönlichen Informationen von etwa 30.000 Menschen, die dort behandelt wurden, sind in die falschen Hände geraten. Wie das Krankenhaus am Abend bekannt gab, passierte der digitale Angriff schon Mitte April.

Die Klinik gibt aber sofort eine entscheidende Entwarnung: Der Betrieb im Krankenhaus lief ganz normal weiter. Weder die medizinische Versorgung der Kranken noch die internen Computersysteme waren jemals gefährdet, betont die Uniklinik. Der Angriff traf nur einen externen Partner.

Das haben die Hacker erbeutet

Die Angreifer haben sich verschiedene Datensätze geschnappt. Bei der großen Mehrheit, nämlich bei über 27.000 Personen, geht es um grundlegende Angaben. Dazu zählen der vollständige Name, die Wohnanschrift oder welcher Mediziner für die Behandlung zuständig war.

Richtig brisant wird es bei einer kleineren Gruppe: In circa 840 Fällen konnten die Cyber-Diebe auf hochsensible Gesundheitsinformationen zugreifen. Das schließt den Austausch zwischen den Patienten und dem betroffenen Unternehmen ein. Der absolute Hammer: Bei fünf Personen wurde sogar die Bankverbindung geklaut.

So reagiert die Klinik jetzt

Obwohl Fachleute des betroffenen Unternehmens die Gefahr einer Veröffentlichung der gestohlenen Informationen als gering einschätzen, geht die Uniklinik auf Nummer sicher. Sie hat angekündigt, jeden einzelnen Betroffenen in den nächsten Tagen anzuschreiben und über den Datenklau aufzuklären.

Die klare Ansage für alle, die sich Sorgen machen: „Sofern Patientinnen und Patienten kein Schreiben von der Uniklinik Köln erhalten, sind ihre Daten nicht kompromittiert worden“, so die Mitteilung des Krankenhauses. Als Konsequenz wurde die Geschäftsbeziehung zu dem IT-Partner sofort beendet, nachdem der Angriff bekannt wurde.

Kein Einzelfall: Angriffswelle trifft auch andere Kliniken

Dieser Daten-GAU ist kein Kölner Problem allein. Der Vorfall hat eine bundesweite Dimension, denn auch andere Krankenhäuser wurden Opfer – darunter die Unikliniken in Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen. Man tausche sich mit den anderen betroffenen Spitälern aus, heißt es aus Köln. Außerdem liegt der Fall jetzt bei der Justiz: Eine Anzeige wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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