Hier wartet die nächste Geduldsprobe für Autofahrer und Autofahrerinnen in Köln: Die Universitätsstraße wird zur Baustelle.
Geduldsprobe in KölnWichtige Verkehrsader wird für ein Jahr zur Dauer-Baustelle
Auf einer zentralen Verkehrsroute im Kölner Zentrum kommt es wegen Bauarbeiten für etwa ein Jahr zu massiven Behinderungen.
Wer mit dem Fahrzeug die Kölner Universitätsstraße nutzt, muss viel Geduld aufbringen. Eine neue Engstelle existiert seit Montag (18. Mai) auf dieser stark genutzten Route. Die Stadtverwaltung von Köln saniert die Stützwände bei der Unterführung am Albertus-Magnus-Platz.
Renovierungsbedürftige Mauern weisen massive Mängel auf
Aus diesem Grund gibt es dort momentan Verkehrsbeeinträchtigungen. Insbesondere während des Berufsverkehrs entstehen längere Staus. Dieser Zustand wird noch eine Weile andauern: Laut Angaben der Stadt Köln werden die Behinderungen für etwa ein Jahr bestehen bleiben.
Die renovierungsbedürftigen Mauern bestehen aus Stahlbeton und wurden 1966 erbaut. Sie befinden sich auf beiden Seiten der Universitätsstraße und stützen die 90 Zentimeter starke Brückenplatte der Unterführung.
Die fast 60 Jahre alte Konstruktion hat teilweise massive Mängel. Man findet Risse im Beton sowie defekte Abdichtungen, und an einigen Stellen bröckelt der Beton. An diesen Stellen ist der Bewehrungsstahl freigelegt und rostet. Die jüngste Bauwerksprüfung nach der Norm DIN 1076 hat den Zustand der Mauern und der Platte nur noch als „ausreichend“ eingestuft. Eine Reparatur ist deshalb zwingend notwendig, da andernfalls die Stabilität der Konstruktion langfristig bedroht ist.
Teilweise sind die Mauern als Terrassen mit Bepflanzung gestaltet – mit riesigen Trögen, worin viele Büsche und Bäume wild gewachsen sind. An der westlichen Seite unterquert ein großer Kanal für Regenwasser die Mauern, welcher in die Struktur eingebunden ist.
So läuft die Mega-Baustelle an der Uni-Straße ab
Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau erklärt, dass die Wände der Tröge für die Reparatur bis zu 50 Zentimeter tief freigelegt, saniert und neu versiegelt werden. An den Mauern selbst wird der beschädigte Beton mittels Hochdruckwasserstrahl entfernt und der rostende Bewehrungsstahl ausgetauscht, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Anschließend bekommt die Oberfläche eine neue Schicht aus Spritzbeton.
Auch die Unterseite der Brückenplatte muss auf dieselbe Art saniert werden. Die Fugen des Bauwerks werden gereinigt und mit einem frischen, wetter- und salzresistenten Dichtstoff versiegelt. Ebenso werden die Geländer auf den Mauern ersetzt und bei der Aktion auf 1,30 Meter angehoben.
Die Maßnahmen finden parallel zur Umgestaltung des Albertus-Magnus-Platzes statt, der momentan einen neuen Belag aus Naturstein bekommt. Wegen der Bauarbeiten an der Universitätsstraße wird diese wichtige Verkehrsader für eine lange Zeit von erheblichen Behinderungen betroffen sein.
Bis Mitte 2027: Autofahrer müssen sich auf Engpass einstellen
Die Stadtverwaltung von Köln kalkuliert mit einer Bauzeit von einem Jahr. Sie gab bekannt: Je Fahrtrichtung sollen die Maßnahmen an der Mauer und der Platte circa sechs Monate in Anspruch nehmen. In diesem Zeitraum wird die entsprechende Fahrtrichtung für den Verkehr blockiert, und die Fahrzeuge werden auf die Gegenfahrbahn umgeleitet.
Am Montag war die Situation jedoch zunächst eine andere. In beiden Richtungen war nur die rechte von zwei Spuren gesperrt. Dies führte aber bereits zu Beeinträchtigungen und Staus. An den Mauern selbst waren keine Bauarbeiter zu sehen. Die Sperrung der Straße hing anscheinend mit der nahen Baustelle an der Kreuzung zur Bachemer Straße zusammen. An dieser Stelle wird aktuell die Asphaltschicht erneuert.(red)
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