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Neue LKA-Zahlen zur Lage in NRWRund 1170 Rocker aktiv – ein Club weit vorne

Pressekonferenz mit Innenminister Herbert Reul (CDU) nach der Razzia bei den „Hells Angels“ in Duisburg Anfang Oktober.

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Pressekonferenz mit Innenminister Herbert Reul (CDU) nach der Razzia bei den „Hells Angels“ in Duisburg Anfang Oktober.

Die Hells Angels zählen in NRW 460 Mitglieder in 26 Chartern. Die Statistik entstand vor der jüngsten Razzia.

In NRW sind rund 1170 Rocker bei verschiedenen Clubs aktiv. Das geht aus neuen Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) hervor, die der dpa vorliegen. Demnach bleiben die „Hells Angels“ mit rund 460 Mitgliedern im ersten Halbjahr 2026 der größte Rocker-Club im Land.

Die LKA-Statistik zur Rockerkriminalität entstand, bevor die jüngste Razzia gegen die „Hells Angels“ lief. Dabei wurden mehrere führende Köpfe des Duisburger Ablegers festgenommen. Im Vergleich zur letzten Auswertung Anfang des Jahres haben sich die Zahlen bei den Clubs nur leicht verschoben.

Hells Angels: 460 Mitglieder in 26 Chartern

Laut LKA verteilen sich die 460 „Hells Angels“ auf 26 Charter. Bei der Auswertung zum Stand 31. Dezember 2025 waren es noch 469 Rocker in 29 Chartern. Die verfeindeten „Bandidos“ kommen aktuell auf 130 Mitglieder in 14 Chaptern; zuvor waren es 124 in zwölf Ablegern. Die „Bandidos“ wurden 2021 in ihrer damaligen Struktur verboten, gründen aber weiter neue Chapter. Zu beachten: Das LKA rundet die Mitgliederzahlen inzwischen.

Die „Freeway Riders“ spielen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle, zählen laut LKA aber rund 400 Mitglieder in 35 Ablegern. Beim „Gremium MC“ sind es aktuell 150 Mitglieder in zehn Chaptern, beim „Outlaws MC“ 30 in zwei Chaptern.

Der „Brothers MC“, zuletzt mit zehn Mitgliedern in einem Ableger geführt, ist laut LKA in NRW nicht mehr präsent. (dpa/red)