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Kreisliga-Eskalation in Krefeld 3:0 verspielt – Torwart brennen die Sicherungen durch

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Nach der Attacke auf einen Schiedsrichter griff das Kreissportgericht in Krefeld hart durch. Unser Symbolfoto zeigt einen Schiedsrichter mit einer Trillerpfeife in der Hand.

Krefeld – Diesen Schlag wird Kreisliga-Torhüter Samet U. wohl sein Leben lang bereuen. Weil er während eines Spiels den Schiedsrichter von hinten mit einem Schlag attackierte, sprach das Kreissportgericht eine saftige Strafe gegen den Schlussmann vom CSV Marathon Krefeld II aus.

  • Torhüter attackiert Schiedsrichter bei Krefelder Kreisliga-Spiel
  • Kreissportgericht spricht nach Spielabbruch harte Strafe aus
  • Bisheriger Verein setzt Torwart nach Tätlichkeit vor die Tür

Der Verein hat sich inzwischen von seinem ehemaligen Keeper getrennt. Die Sperre wird dadurch ausgesetzt und gilt erst wieder, wenn der Spieler einen neuen Verein findet.

Krefelder Kreisliga-Torwart greift Schiedsrichter nach Ausgleichstreffer an

Dem Torwart waren im Spiel der Kreisliga B beim SV Oppum am 20. September die Sicherungen durchgebrannt. Seine Mannschaft hatte im Laufe der zweiten Halbzeit eine komfortable 3:0-Führung aus der Hand gegeben. Nach dem Ausgleich zum 3:3 kam es in der 80. Minute schließlich zu wilden Szenen auf dem Platz.

Teamkollegen reklamierten eine Abseitsposition, einer von ihnen sah wegen Beleidigung die Rote Karte. Darauf stürmte der Torwart aus seinem Kasten und schlug Schiedsrichter Axel Vollack von hinten in den Nacken. Der konnte sich zwar schnell wieder berappeln, brach das Spiel nach der Szene dennoch ab.

Kreisliga-Torwart aus Krefeld für Attacke auf Schiedsrichter acht Jahre gesperrt

Bereits drei Wochen später ist klar, dass es wohl das letzte Spiel in der Kreisliga-Karriere des Keepers gewesen sein dürfte. Das Kreissportgericht sprach eine Sperre von acht Jahren gegen ihn aus. Diese gilt allerdings nur dann, wenn U. auch bei einem Verein eingeschrieben ist. „Wer einen Schiedsrichter niederstreckt, hat auf einer Sportanlage nichts zu suchen“, begründete der Vorsitzende Reiner Hohn auf EXPRESS-Anfrage die ausgesprochene Höchststrafe.

Weil der bisherige Klub sich nach der Aktion vom Spieler trennte, ist die Sperre erst einmal ausgesetzt. Die acht Jahre laufen erst dann runter, wenn U. bei einem neuen Klub unterkommt. Ob es dazu nach dieser Vorgeschichte überhaupt kommt, ist allerdings mehr als fraglich.

In unteren Spielklassen gibt es immer tätliche Angriffe auf Schiedsrichter. In Köln urteilte erst zu Wochenbeginn das Amtsgericht nach der Hetzjagd auf einen Unparteiischen und sprach Geldstrafen in Höhe von 5200 und 1000 Euro gegen zwei Spieler aus. (bc)