MC Brothers Wie gefährlich werden uns die neuen Rocker?

Bislang betrachteten Hells Angels Düsseldorf als Revier. Jetzt tauchte in der Altstadt eine neue Rockergruppierung auf.

Bislang betrachteten Hells Angels Düsseldorf als Revier. Jetzt tauchte in der Altstadt eine neue Rockergruppierung auf.

Düsseldorf – Am Neujahr eine Schießerei vor dem „Lions“-Club auf der Bolkerstraße, in den nächsten Tagen zwei Großeinsätze der Polizei in der Altstadt und letztes Wochenende eine Schlägerei vor der Diskothek „Kuhstall“. In Düsseldorf tobt ein Machtkampf. Eine neue Rockergruppierung versucht, in der Stadt Fuß zu fassen.

Sie gaben sich den Namen „Brothers MC“ und laut der Einschätzung der Ermittler versuchen sie zurzeit in Düsseldorf zu expandieren. Dabei ist ihre Vorgehensweise nicht weniger brutal als bei den anderen Rockergruppierungen. Und das hat einen einfachen Grund.

„Eine große Anzahl der Brothers MC-Rocker waren früher Mitglieder der Bandidos oder Chicanos“, sagt der LKA Rocker-Experte Thomas Jungbluth (58). „Sie sind uns seit dem Ende des vergangenen Jahres bekannt. Zurzeit befindet sich diesen Rockergruppierung noch im Aufbau. Anders als bei Hells Angels und Bandidos ist diesem Rockerclub noch erlaubt, Kutten zu tragen.“

Doch schon jetzt sorgen Mitglieder der Gruppe für mehrere Polizeieinsätze. Bei der Schießerei auf der Bolkerstraße gab es in der Silvesternacht auch schon zwei Verletzte, darunter ein unbeteiligter Passant. Auch NRW-Innenminister Ralf Jäger ist alarmiert. Er berichtete vor dem Innenausschuss des Landtages über eine mögliche Verbindung des Schützen zu der Rockergruppierung „Brothers MC“.

Die Brutalität der neuen Rocker ist erschreckend: In Recklinghausen etwa verletzten drei „Brothers“ am 31. Januar bei einer Auseinandersetzung einen 27-jährigen Mann aus Bremen schwer. Anschließend raubten sie ihn aus und zündeten seinen Wagen an. „Wir haben bis jetzt rund 20 Personen identifiziert, die der Gruppe angehören“, so der leitende Kriminaldirektor Jungbluth.

Droht uns jetzt ein Rockerkrieg? Denn: Bislang betrachteten Hells Angels Düsseldorf als ihr Revier. Und kampflos werden sie ihr „Gebiet“ nicht aufgeben. „Besonders die Altstadt mit ihren vielen Kneipen gilt für die Rocker als lukrative Gegend um hier Gewinne abzuschöpfen“, sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen.

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