Fründe für eine WocheIm Relegations-Kampf reicht Düsseldorf Köln die Hand

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Was man nicht alles macht für Fortuna: EXPRESS-Redakteur Colja Schliewa versucht sich Freunde in Köln zu machen. Dafür trinkt er sogar ein Kölsch.

von Volker Geissler (vog)

Düsseldorf – Jetzt haben wir den Salat. Wenn unsere Fortuna-Jungs am Samstag (27. Juni) in der Alten Försterei das machen, was sie am liebsten tun, nämlich unentschieden spielen, dann liegt das Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand.

Dann entscheidet, wie gut oder schlecht sich der 1. FC Köln bei Werder Bremen aus der Affäre zieht.

Düsseldorf ruft wegen Fortuna nach Köln: „Loss mer Fründe sin!"

Die Landeshauptstadt drückt den Geißböcken die Daumen – was für eine Pointe in einer sowieso schon unfassbar bekloppten Saison!

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Aber hilft ja nichts. Und deshalb rufen wir aus der Düsseldorfer EXPRESS-Redaktion Richtung Köln: Loss mer Fründe sin. Zumindest für eine Woche, wir reichen euch die Hand.

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Nun gehört zu einer Freundschaft natürlich auch, dass wir zumindest versuchen, uns so etwas wie kölsches Lebensgefühl anzueignen.

EXPRESS-Redakteur macht für Fortunas Rettung alles – sogar Kölsch trinken

Kollege Colja Schliewa sagte für das Experiment sofort zu, auch wenn man mehr Düsseldorfer als er gar nicht sein kann. „Aber für Fortunas Rettung mache ich alles“, machte er deutlich. Und stellte sich gleich der härtesten Prüfung, der sich ein Düsseldorfer stellen kann.

Mit zittrigen Händen legte er im Büdchen eine Zwei-Euro-Münze auf den Tresen. Sein Einkauf: eine Flasche Kölsch!

Das war in Düsseldorf bis zu unserem Freundschaftsangebot eher als exotischer Bierersatz bekannt, der in Kölner Gasthäusern vorwiegend in Reagenzgläsern serviert wird. Aber das mit den Vorurteilen wollen wir ja ab jetzt sein lassen, wir sind ja jetzt Fründe.

Denn Colja hat’s tatsächlich gemacht. Mit schmerzverzerrter Miene hat sich der Kollege die Flasche zum Mund geführt und tatsächlich getrunken. „Jetzt muss ich mir mit Altbier die Zähne putzen“, sagte er anschließend. So viel zumindest sollte dann aber auch erlaubt sein ...

Düsseldorfer versuchen, die Kölner zu verstehen – sind ja nun Fründe

Auch den Rest der Woche werden wir bemüht sein, gute Freunde zu sein. So werden wir der Frage nachgehen, was so schön daran ist, sich selbst bei 35 Grad im Schatten stundenlang Karnevalsmusik im Stadion anzuhören. Komplett simulieren können wir das aus bekannten Gründen natürlich nicht, aber auf der Terrasse eine Runde Höhner, Brings und Kasalla hören tut’s ja auch. Soll ja noch mächtig heiß werden in den nächsten Tagen.

Also, liebe Kölner: Wir Düsseldorfer tun alles, um euch wohlgesonnen zu sein. Es wäre schön, wenn ihr euch dafür in Bremen nicht abschlachten lasst. Zanken können wir uns danach wieder. Macht doch schließlich auch Spaß ...