Die Feuerhölle in Bochum forderte das Leben von drei jungen Menschen, das hölzerne Treppenhaus wurde zudem völlig zerstört. Nun erhärten sich drastische Vorwürfe, die der Tatverdächtige zurückweist.
Katastrophe mit drei Toten in BochumMutmaßlicher Brandstifter äußert sich erstmals

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Ein Brand in Bochum hat drei junge Menschen aus dem Leben gerissen. (Archivbild)
Nach dem verheerenden Brand mit drei Toten und fünf Verletzten in einem Bochumer Mehrfamilienhaus wird der in U-Haft sitzende Hausbewohner beschuldigt, das Feuer am 13. Oktober absichtlich gelegt zu haben. Er streitet die Vorwürfe ab.
„Mein Mandant bestreitet, das Feuer in dem Haus gelegt zu haben“, sagte dessen Verteidiger der „Bild“-Zeitung. Auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft bestätigte die Erklärungen des Anwalts. Die Ermittlungen zum möglichen Tatmotiv dauerten an.
Handelte der Verdächtige aus Mordlust?
Einen Tag nach dem Brand hatten die Ermittler die Festnahme des 41-Jährigen bekannt gegeben. Der Rumäne sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.
Dabei ist weiterhin unklar, ob der Tatverdächtige eine vorsätzliche Mordabsicht gegen eine bestimmte Person gehegt hat. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Haftbefehl erlassen.
Ein technischer Defekt wurde bereits ausgeschlossen. Ob der Verdächtige in direkter Beziehung zu den Opfern stand, ist ebenfalls weiter unklar.
Bei dem Feuer am Dienstag (13. Oktober) hatten sich dramatische Szenen abgespielt. Menschen mussten mit Leitern und einem Sprungpolster gerettet werden. Im Zuge der weiteren Löscharbeiten stießen die Rettungskräfte dann in einer der Wohnungen auf die Leichen der drei Erwachsenen.
Laut Staatsanwaltschaft kamen die zwei Frauen im Alter von 25 und 27 Jahren und ein 26-jähriger Mann durch Rauchgasvergiftungen ums Leben. Die Ermittler erhoffen sich von einem Gutachten eines Brandsachverständigen Erkenntnisse, an welcher Stelle das Feuer genau ausbrach. (dpa/li)
