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Amateurfußball-Eklat in NRWPolizei bei Kreisliga-Schlägerei im Großeinsatz

Polizei bei einem Amateurfußballspiel im Einsatz.

Copyright: IMAGO/Funke Foto Services

In Dortmund war die Polizei bei einem Kreisligaspiel im Großeinsatz. Das Symbolfoto zeigt einen Einsatzwagen auf einem Fußballplatz.

In Dortmund artet ein Match der Kreisliga völlig aus. Ein Co-Trainer wird krankenhausreif geprügelt, mehrere Personen sind verletzt.

Ein Fußballsonntag in Dortmund wurde zum Schauplatz roher Gewalt und beendete jäh, was als gewöhnliches Kreisliga-Match anfing. Die Begegnung zwischen Westfalia Dortmund II und DJK Blau-Weiß Huckarde II an der Bövinghauser Straße geriet am 18. Oktober 2026 völlig außer Kontrolle.

Eine wüste Schlägerei entbrannte, bei der sich bis zu 20 Personen geprügelt haben sollen. Der Spuk war schon wieder vorbei, als die alarmierten Polizeikräfte mit diversen Einsatzwagen eintrafen. Von der heftigen Auseinandersetzung war nichts mehr zu sehen, die Einsatzkräfte konnten vor Ort nur noch zwei vermutliche Teilnehmer ausmachen. Das berichtet „Bild“.

Brutaler Tritt gegen den Kopf des Co-Trainers?

Mindestens ein Geschädigter kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Den Co-Trainer von Huckarde soll es besonders übel getroffen haben. Gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ beschrieb sein Bruder schreckliche Momente.

Zuerst habe der Assistent einen Fausthieb ins Gesicht erhalten und sei daraufhin gestürzt. Am Boden liegend soll ihm dann ein Spieler des gegnerischen Teams mit voller Kraft an den Schädel getreten haben. Er soll daraufhin das Bewusstsein verloren haben.

Völlig schockiert äußerte der Bruder des Verletzten gegenüber dem Blatt den Verdacht eines „Mordversuchs“. Er gab an, ebenfalls angegriffen worden zu sein. Dabei habe man ihm die Brille vom Kopf gestoßen. Wegen erheblicher Prellungen im Oberkörperbereich suchten zudem drei weitere Akteure von Huckarde eine Klinik auf.

Wieso die Situation derart gewalttätig werden konnte, ist bisher noch nicht geklärt. Die Darstellungen des Ablaufs gehen bei beiden Teams auseinander, die Polizei nannte eine Schubserei auf dem Platz als Auslöser, immer mehr Spieler hätten sich daran in der Folge beteiligt.

Ein grobes Foulspiel könnte der Funke gewesen sein, der in der bereits zuvor als „hitzig“ beschriebenen Partie das Feuer entfachte. Die Behörden untersuchen den Vorfall nun.

Die Einsatzkräfte forderten beide Mannschaften auf, die Sportanlage zu verlassen. Dieser Aufforderung kamen die Mannschaften nach. Die Polizei Dortmund ermittelt wegen wechselseitiger, zum Teil gefährlicher Körperverletzung und klärt nun im Rahmen des Ermittlungsverfahrens den genauen Ablauf sowie die jeweiligen Tatbeiträge. (red)