Eine Frau aus Euskirchen hat sich in einen angeblichen Prinzen von Dubai verliebt. Das kostete sie viel Geld.
Betrug in Euskirchen„Prinz von Dubai“ erbeutet 15.000 Euro

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Über soziale Netzwerke, Dating-Portale oder Messenger-Dienste bauen die Betrüger gezielt eine emotionale Bindung auf (Symbolfoto).
Bitteres Erwachen für eine ältere Frau aus Euskirchen: Sie ist auf einen fiesen Liebes-Betrug im Netz hereingefallen – sogenanntes Love-Scamming!
Wie die Polizei am Dienstag (20. Oktober 2026) berichtet, hatte die Frau in den vergangenen drei Monaten über das Internet eine Beziehung zu einer Person aufgebaut, die sich als „Prinz von Dubai“ ausgab. Als die vermeintliche Bekanntschaft plötzlich um Geld bat, überwies die Euskirchenerin insgesamt 15.000 Euro! Inzwischen hat die Kriminalpolizei Euskirchen die Ermittlungen aufgenommen.
So mies gehen die Täter und Täterinnen beim Love-Scamming vor
Beim sogenannten Love-Scamming, auch Romance-Scamming genannt, täuschen Betrüger und Betrügerinnen romantisches Interesse vor, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und sie finanziell auszunutzen. Über soziale Netzwerke, Dating-Portale oder Messenger-Dienste bauen sie gezielt eine emotionale Bindung auf. Komplimente, Liebesbekundungen und gemeinsame Zukunftspläne sollen die Betroffenen davon überzeugen, eine echte Beziehung zu führen.
Ist das Vertrauen erst einmal gewonnen, folgt häufig die Geldforderung. Als Begründung dienen beispielsweise angebliche finanzielle Notlagen, unerwartete Gebühren oder andere vermeintliche Schwierigkeiten. Die erfundenen Geschichten können sehr überzeugend wirken. Die Täter und Täterinnen nutzen die Gefühle ihrer Opfer gezielt aus, um sie zu Geldüberweisungen zu bewegen.
Einige Anzeichen können auf einen Betrugsversuch hindeuten: Die Internetbekanntschaft bekundet bereits nach kurzer Zeit intensive Gefühle, spricht früh von einer gemeinsamen Zukunft oder Heirat und fragt gezielt persönliche Informationen ab.
Häufig werden attraktive Profilbilder verwendet. Teilweise behaupten die vermeintlichen Partner und Partnerinnen, sich aus beruflichen oder anderen Gründen nicht persönlich treffen zu können. Früher oder später wird dann Geld gefordert.
Polizei warnt eindringlich vor Geldüberweisungen
Diese Anzeichen können Hinweise sein, sind jedoch kein sicherer Beweis für einen Betrug. Entscheidend ist laut Polizei: Überweisen Sie niemals Geld an Menschen, die Sie ausschließlich aus dem Internet kennen und noch nie persönlich getroffen haben!
Um sich zu schützen, rät die Polizei dazu, kritisch zu bleiben, wenn eine Internetbekanntschaft sehr schnell große Gefühle zeigt oder Geld verlangt. Zudem sollte die Identität überprüft werden: Suchen Sie den Namen der Person zusammen mit dem Begriff „Scammer“ im Internet. Eine Rückwärtssuche der verwendeten Profilbilder kann ebenfalls Hinweise auf eine falsche Identität liefern.
Persönliche Informationen, die eigene Adresse sowie private Fotos und Videos sollten nicht leichtfertig weitergegeben werden. Außerdem hilft es, die Situation mit einer Vertrauensperson zu besprechen, insbesondere wenn man emotional stark in die Beziehung eingebunden ist. Man sollte sich keinesfalls unter Druck setzen lassen – auch nicht durch angebliche Notfälle oder Versprechen einer gemeinsamen Zukunft.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte umgehend die eigene Bank kontaktieren und versuchen, die Überweisung stoppen oder zurückholen zu lassen. Zudem sollten Chatverläufe, Nachrichten, Profile und Zahlungsbelege als Beweismittel gesichert und Anzeige bei der Polizei erstattet werden. (red)
