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13.000 Pullen im KellerBierflaschen-Retter erlöst verzweifelte Familie – Abtransport in Fleisch-Kisten!

Ein Regal mit Biersorten.

Copyright: imago/McPHOTO/Ingo Schulz

So oder so ähnlich standen die Bierflaschen von Heinz Büttgen in seinem Keller. (Symbolbild)

Ein Haus voller Bierflaschen! In Zülpich hat eine Familie eine gewaltige Aufgabe geerbt. Nun räumt ein Retter den kompletten Keller leer.

Das flüssige Erbe von Zülpich hat endlich ein neues Zuhause! Wochenlang raubten 13.000 staubige Bierflaschen Christian und Lara Mörsch den Schlaf. Jetzt rollte laut einem WDR-Bericht die Rettung aus dem Revier an: Ein Essener Brauhaus machte den Mega-Deal perfekt und räumte den unfreiwilligen Bier-Keller leer.

Was für eine Erlösung! Seit Wochen stapelten sich in dem frisch gekauften Häuschen in der Voreifel die Hinterlassenschaften von Bierflaschen-Sammler Heinz Büttgen (†). Rund 13.000 Flaschen aus aller Welt – viele davon seit 30 Jahren abgelaufen. „Es hat mich mehrfach schlaflose Nächte gekostet“, gesteht Familienvater Christian. Der Grund für den Mega-Stress: Die Zeit rennt! Ende Mai muss die Familie in das Haus einziehen, doch zwischen den Bier-Bergen war an Sanierung nicht zu denken.

400 Fleischkisten für den Riesen-Schatz

Über 50 Mails flatterten bei den Mörschs ein, doch erst die Nachricht aus dem Ruhrgebiet brachte den Durchbruch. Dino Engelhardt, Betriebsleiter vom „Hofbräuhaus“ in Essen, fackelte nicht lange: „Wir sind an allen Flaschen interessiert!“

Doch wie kriegt man 10.000 Pullen mal eben von der Eifel in den Pott? Die Aktion wurde zum echten Logistik-Krimi. Weil auf die Schnelle nicht genügend Bierkästen aufzutreiben waren, rückten zwei Lkw eines Großhändlers mit 400 Fleischkisten an. Vier Helfer schufteten zwei Tage lang, um die „Bier-Wände“ im Keller abzutragen. Am Ende wanderten zehn vollgepackte Paletten in die Laster.

Deko-Wand statt Müllhalde

Während normales Lagerbier nach drei Jahrzehnten nur noch als „Uralt-Siff“ taugt, haben die Flaschen für die Essener Gastronomen einen ganz anderen Wert. Sie sollen im Brauhaus als spektakuläre Deko-Wand dienen – genau wie im Zülpicher Keller.

Für Lara und Christian Mörsch ist das „Wunder von Zülpich“ perfekt. Beim Gang durch den nun gähnend leeren Keller fällt die Last von den Schultern. „Es ist so eine Erleichterung“, strahlt Lara. Jetzt fliegen endlich die Funken statt der Kronkorken: Die Sanierung kann starten, damit die Töchter pünktlich in ihr neues Heim ziehen können.

Die Polizei ermittelt nach einem Einbruch. (Symbolfoto)

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