Schock-Nachricht von Evonik! Der Chemie-Riese aus Essen streicht Tausende Stellen und macht einen ganzen Standort dicht. Besonders eine NRW-Stadt trifft es knüppelhart.
Nächster Stellen-SchockChemie-Riese streicht 3200 Jobs – Werk in NRW dicht

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Nach Angaben des Konzerns haben sich Vorstand und Sozialpartner auf Maßnahmen verständigt, die sämtliche Geschäfts- und Verwaltungseinheiten weltweit einbeziehen würden. (Archivbild)
Ein harter Einschnitt für die gesamte Belegschaft: Evonik weitet den Job-Kahlschlag drastisch aus. Zusätzlich zu den bereits geplanten 2.800 wegfallenden Arbeitsplätzen bis Ende 2026, kommt es jetzt noch dicker. Zwischen 2027 und Ende 2029 müssen weitere 3.200 Menschen gehen, 2.150 davon hierzulande.
Firmenchef Christian Kullmann erklärt den radikalen Kurs mit deutlichen Worten: „Die weltpolitische Lage ist unsicher, und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach“. Der Druck durch die Konkurrenz aus dem Ausland nehme stetig zu. Eine Neuausrichtung des Unternehmens sei daher unumgänglich.
NRW-Werk steht vor dem endgültigen Aus
Die Konsequenzen treffen Nordrhein-Westfalen besonders heftig. Für das Werk in Witten mit seinen 266 Mitarbeitenden ist 2027 endgültig Schluss. Auch in Marl wird der Rotstift angesetzt, dort fallen 45 Arbeitsplätze weg.
Der Grund für das Aus in Witten ist die Entscheidung, das komplette Polyester-Geschäft aufzugeben. Diese Sparte brachte zwar rund 150 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, war aber nach Angaben des Unternehmens schon lange nicht mehr gewinnbringend. Die Entscheidung betrifft auch eine Produktionsanlage in Shanghai (China), wo 35 Jobs wegfallen.
Trotz der harten Einschnitte gibt es eine Zusage an die Betroffenen. Personalchef Thomas Wessel versichert: „Der Stellenabbau wird auch künftig sozialverträglich gestaltet“. Management und Arbeitnehmervertreter hätten sich auf ein Paket geeinigt, das für alle Bereiche des Konzerns weltweit gelten soll.
Die Restrukturierung bei Evonik ist kein neues Phänomen, sie läuft schon länger. CEO Kullmann verfolgt das Ziel, den Konzern widerstandsfähiger zu machen und Geld in aussichtsreichere Sparten zu stecken. Bereits Ende 2025 zählte Evonik mit 31.053 Beschäftigten beinahe 900 Personen weniger als im Vorjahr. Zukünftig soll der Fokus stark auf Digitalisierung, Auslagerung von Aufgaben und mehr Effizienz liegen. (dpa/red)
