16

Klinik-Beben in NRWWegen Sparpaket: Verband warnt vor Personalabbau und Klinik-Sterben

Bündnis: Gesundheitsreform bedroht NRW-Krankenhäuser

Copyright: Marijan Murat/dpa

Das geplante Reformgesetz der Bundesregierung zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge alarmiert alle wesentlichen Akteure des Gesundheitswesens. (Symbolbild)

NRW-Kliniken schlagen Alarm: Droht ein Versorgungs-Kollaps?

Zahlreiche Verbände läuten die Alarmglocken: Sie haben die Sorge, dass das Sparvorhaben der Bundesregierung die Existenzgrundlage vieler Kliniken auch bei uns in Nordrhein-Westfalen gefährdet. „Eine weitere finanzielle Destabilisierung würde die Krankenhäuser dazu zwingen, in größerem Umfang Personal abzubauen“, so die deutliche Warnung der „NRW-Allianz für Krankenhäuser“ in einem Statement. Das ist eine ernste Ansage, denn die Kliniken sind mit ihren rund 311.000 Mitarbeitenden einer der wichtigsten Jobmotoren in NRW.

Aber was genau steckt hinter diesen düsteren Aussichten? Die Sparpläne beinhalten unter anderem, dass Mehrkosten für Personal und der wachsende Verwaltungsaufwand einfach auf die Krankenhäuser umgelegt werden. Für die Kliniken heißt das im Klartext ein Einnahmenminus von circa acht Prozent im nächsten Jahr, wie Ingo Morell, der Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, ausführt.

„Für die Krankenhäuser nicht tragbar“

Morell findet unmissverständliche Worte: „Das ist für die Krankenhäuser nicht tragbar.“ Er macht auf die dramatischen Auswirkungen des enormen wirtschaftlichen Drucks aufmerksam: Man müsse „ein unkontrolliertes Wegbrechen von Kliniken“ befürchten. Dies würde die alltägliche Versorgung für Sie als Bürgerinnen und Bürger unmittelbar in Gefahr bringen.

Bei der „NRW-Allianz für die Krankenhäuser“ handelt es sich nicht um eine kleine Lobbygruppe, sondern um eine breite Front. Hierzu zählen Verbände, Einrichtungen und gesellschaftliche Akteure – beispielsweise aus den Gemeinden, den Kammern der Ärzte und Pflegenden, von Arbeitgeberseite und den Gewerkschaften. Zusammen richten sie klare Appelle an die Politik: einen dauerhaften Ausgleich für die Inflation und die vollständige Finanzierung von Tariferhöhungen.

Der Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat in den letzten Wochen massiven Gegenwind erfahren – nicht nur von der Opposition, sondern ebenso von den Bundesländern und aus der gesamten Gesundheitsbranche. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Smartphone-Nutzung im Alltag
Gericht kippt Drossel-Verbot
Provider darf Heavy User bei Netzüberlastung vorerst drosseln