Drogenbeichte bei Lanz Willi Herren: „Ich habe vor meinem Sohn gekokst”

Willi Herren legte bei Markus Lanz eine schonungslose Drogenbeichte ab.

Willi Herren legte bei Markus Lanz eine schonungslose Drogenbeichte ab.

Köln – Erst gefeierter „Lindenstraßen“-Star, dann Drogen und der Totalabsturz: Schauspieler Willi Herren (37) hat in seiner Karriere viele Höhen und wahrscheinlich noch mehr Tiefen erlebt. Seit vier Jahren ist der Schauspieler vom Kokain weg – und blickt mittlerweile wieder nach vorne: Im Sommer feierte Willi Herren in der „Lindenstraße“ – zunächst als Gaststar - sein Serien-Comeback.

Jetzt war der Schauspieler bei Markus Lanz (43) als Talkgast im Studio – und sprach offen und emotional wie selten zuvor über das, was er erlebt hat. Immer wieder stockte ihm die Stimme, es fiel ihm sichtlich schwer, vor laufenden Kameras so schonungslos auszupacken. Gleichzeitig zeigte der Schauspieler den ZDF-Zuschauern: Die Vergangenheit ist Vergangenheit – jetzt geht es aufwärts.

2017 zog Willi Herren in den „Promi Big Brother”-Container – hier mehr dazu lesen!

Willi Herrens mutiger Lanz-Auftritt – wir dokumentieren die Aussagen des Schauspielers in Auszügen:

Willi Herren über...

...seine ersten Kokain-Erfahrungen:

„Probiert habe ich glaube ich ziemlich spät, mit 21, 22. So ab und zu, alle zwei Monate einmal. Dann wurde es regelmäßiger: Einmal im Monat, dann wurde es dann mal alle zwei Wochen. Dann wurde es dann regelmäßig: Jede Woche, jedes Wochenende. Das ist so ein Teufelskreis, dann bin ich da irgendwie reingerutscht.“

...über seine Beweggründe, Drogen zu nehmen:

„Ich fand das toll, ich hatte keine Probleme gehabt und – Schulden – mir war das alles egal zu der Zeit. Ich hab das genommen und hab gedacht: Ich bin der König. (...) Ich hab gedacht ich bin der Held. Ich bin in ne Diskothek reingegangen und hab gedacht: Das ist mein Laden hier.“

...darüber, wie ihn damals seine Kinder erlebt haben:

„Meine Tochter wird jetzt 11, die hat nicht so viel davon mitbekommen. Aber mein Sohn, der wird 19, der hat sehr viel mitbekommen. Er hat mich auch zwei oder dreimal währenddessen erwischt. War ziemlich krass für mich, ich bin dann auch wirklich heulend zusammengebrochen wie so ein Häufchen Elend und das ist mir auch ziemlich unangenehm gewesen.“

...über sein heutiges Verhältnis zu seinem Sohn:

„Mein Sohn und ich sind Buddys, also mein Sohn und ist mein bester Freund. Und ich bin jetzt auch ein Vorbild für ihn – was ich lange nicht war. Er schaut auf mich rauf, er sieht: Papa ist jetzt wieder erfolgreich.“

...über sein damaliges Ende bei der „Lindenstraße“:

„Ich wurde rausgeschmissen. Ich war für die Lindenstraße nicht mehr tragbar durch meinen Kokain-Konsum. Ich hab Drehtage geschmissen, bin einfach nicht hingegangen. Ich wusste: Ich hab morgen Dreh und hab mir dann die Nacht um die Ohren gehauen. (..) Mir war das alles egal.“

...darüber, wie er es geschafft hat, von den Drogen wegzukommen:

„Therapie, Selbsteinsicht. Es muss irgendwann im Kopf ‚Klick’ machen. Nicht andere müssen das sagen. Ich hab ja mehrere Versuche hinter mir, sechs an der Zahl. Bei fünf wurde mir von meinen Leuten um mich rum gesagt: ‚Geh in die Klinik, lass dir helfen.’ (..) Dann war ich dann zwei Wochen da und bin wieder raus. Das hab dann ich fünf Mal gemacht und bei der sechsten, in der Betty Ford, da bin ich selber zu dem Entschluss gekommen: Es geht nicht mehr.“

...über seinen Entzug in der Betty Ford-Klinik in Kalifornien:

„Die Betty Ford-Klinik, das war schon sehr hart, der Entzug. (...) Es macht ja nicht körperlich abhängig, das Kokain, sondern im Kopf. Es ist ganz schlimm, ich kann das kaum erklären. Ich hab kein Zittern oder so gehabt, aber ich saß dann nachts in meinem Zimmer und hab dann Halluzinationen bekommen und dachte die Wände fallen auf mich. Ich hab Leute gesehen, es war ganz schlimm. Ich kann das gar nicht erklären.“

...über ein möglicherweise dauerhaftes „Lindenstraßen“-Comeback:

„Wer weiß? Nicht ja und nicht nein. Ich will auf jeden Fall und ich sag ja nicht nein. Vielleicht darf ich auch nichts sagen (lacht).“

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